Zwei Krippengruppen in Haunetal geplant – Pläne des Ingenieurbüros liegen vor

Kita-Anbau wird konkret

Die „Villa Kunterbunt“ soll einen Anbau für Krippengruppen erhalten (Nordansicht). Bild: Büro Emmerich

Hauneck. Der Bericht von Bürgermeister Harald Preßmann über die gemeindlichen Aktivitäten seit der letzten Sitzung im Juni nahm bei der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend im Bürgerhaus Unterhaun mehr Zeit in Anspruch als die drei auf der Tagesordnung stehenden Beratungen und Beschlussfassungen. Dabei gab es durchaus Wichtiges abzustimmen.

Am meisten interessieren dürften die Bürger wohl die Pläne in Sachen Anbau und Sanierung der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“, die vom Ingenieurbüro Bernd Emmerich aus Friedewald stammen.

860 000 Euro Gesamtkosten

An der „Villa Kunterbunt“ soll ein zweistöckiger Anbau für zwei neue Krippengruppen entstehen, um die Betreuung von unter dreijährigen Kindern zu ermöglichen. Außerdem sollen der bestehende Bau energetisch saniert und der Schallschutz verbessert werden. Der Grundsatzbeschluss war bereits im März dieses Jahres gefasst worden (HZ berichtete). Erste Informationen zu den Plänen hatten der Gemeindevorstand und die Fraktionen Ende September erhalten. Am Mittwochabend wurden den Gemeindevertretern nun die aktuellen, konkreten Pläne mit der Baukostenberechnung des beauftragten Ingenieurbüros Emmerich präsentiert.

Die Gesamtkosten betragen 860 000 Euro. Davon entfallen rund 640 000 Euro auf den Neubau, die energetische Sanierung des Altbaus macht den Rest aus. Für die zwei geplanten Krippengruppen soll die Gemeinde rund 120 000 Euro Förderung vom Bund und 150 000 Euro vom Land erhalten, wobei der rechtliche Anspruch auf die tatsächliche Förderung noch offen ist. Die erforderliche Richtlinie zum Landesinvestitionsprogramm für den Ausbau der U3-Plätze soll mit Wirkung zum 1. Januar 2013 erlassen werden. 50 000 Euro gibt es für die Kommune darüber hinaus für die energetische Sanierung.

Der Haupt- und Finanzausschuss habe laut Jörg Bolender intensiv über die Pläne beraten. „Das ist trotz der Zuschüsse eine hohe Position für die Gemeinde, aber die Vorteile überwiegen und deshalb empfehlen wir die Zustimmung“, so Bolender. Einstimmig ermächtigten die Gemeindevertreter somit den Gemeindevorstand, die weiteren Schritte zu veranlassen und stellten die finanziellen Mittel für das Vorhaben zur Verfügung.

Im Anschluss an die Gemeindevertretersitzung stellte Bürgermeister Harald Preßmann die Pläne auch gleich beim parallel stattfindenden Elternabend in der „Villa Kunterbund“ vor, deren Leitung aber ohnehin von Anfang an in die Planungen mit einbezogen gewesen sei.

Von Nadine Maaz

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