Die Eiterfelder Pfarrkirche wird saniert – Renovierung auch in Leibolz nötig

Der Kirchturm ist verdreht

Wird saniert: Der Kirchturm der Pfarrkirche St. Georg in Eiterfeld. Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Eiterfeld. Der Turm der Pfarrkirche in Eiterfeld muss saniert werden. Das Gerüst steht bereits, spätestens im Herbst sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Pfarrer Markus Blümel schätzt die Kosten für die umfangreichen Maßnahmen auf rund 450 000 Euro.

Die letzte Sanierung des Turmhelms liegt schon lange zurück, berichtet Eiterfelds Pfarrer Markus Blümel. Jetzt sind die Arbeiten an Fassade, Turm und Dach dringend notwendig. Untersuchungen eines Ingenieurs hatten größere Schäden aufgezeigt.

„Wir müssen etwas tun, damit der Turm nicht irgendwann in den Hof fällt“, sagt Blümel.

Grundsanierung wird teuer

Der Kirchturm sei bereits „in sich verdreht“, die Laterne stehe entgegen ihrer eigenen Achse. Die Grundsanierung des barocken Zwiebelturms der Pfarrkirche wird jedoch teuer: Auf rund 450 000 Euro schätzt Blümel den Aufwand. Finanziert werden soll die Maßnahme mit Geld des Bistums und vom Landesamt für Denkmalschutz sowie mit Eigenleistungen und Spenden.

Im Verlauf der Bauarbeiten könnte es spektakulär werden: Denn mit einem Spezialkran wird der obere Teil des Kirchturms abgehoben und nachdem er im Hof restauriert wird später wieder aufgesetzt, berichtet Blümel. Vor allem das schadhafte Holz werde nach Grundsätzen des Denkmalschutzes ausgetauscht. Gearbeitet wird außerdem an der Westfassade. Ein solches Denkmal müsse erhalten bleiben, sagt der Eiterfelder Pfarrer. „Die Sanierung ist wegen der gefährdeten Sicherheit der Kirchbesucher unumgänglich.“ Während der Sanierung sind die Park- und Wendemöglichkeiten auf dem Kirchplatz begrenzt.

Doch nicht nur am Eiterfelder Gotteshaus starten Restaurierungsarbeiten, auch die Leibolzer Drei-Königs-Kirche wird bald saniert. „An der Fassade fallen bereits Sandsteinfugen heraus“, berichtet Markus Blümel. Finanziert wird dieses in mehrere Abschnitte eingeteilte Vorhaben durch Fördermittelgeber. „Die Hilfe aller ist notwendig, um die Leibolzer Basaltbruchkirche mit dem berühmten Leibolzer Altar aus dem 16. Jahrhundert zu erhalten,“ sagt der Pfarrer.

Von Sabrina Mehler

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