Preßmann reagiert auf Berichte zu Kaliabwässern – Chloridgehalt am Brunnen Eitra optimieren

Keine Angst vor Trinkwasser in Hauneck

Hauneck. Nach den jüngsten Berichten zur Versenkung von K+S-Kaliabwässern und den möglichen Gefahren für das Trinkwasser habe es einige Anfragen von besorgten Bürgern gegeben, sagt Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann. Die Gemeinde versorgt ihre circa 3500 Verbraucher mit Trinkwasser aus verschiedenen Wassergewinnungsanlagen. „Diese befinden sich ausnahmslos in einem ordnungsgemäßen Zustand“, so der Bürgermeister.

Der Trinkwasserbedarf im Gemeindegebiet habe 2014 etwa 155 000 Kubikmeter betragen. Davon wurden circa 62 000 im Tiefbrunnen Rotensee gefördert, circa 60 000 wurden von den Steinbachquellen bei Fischbach in den Hochbehälter Eitra geleitet und circa 28 000 Kubikmeter wurden durch den Tiefbrunnen in Eitra gefördert. Zusätzlich wurden 5000 Kubikmeter aus Bad Hersfeld bezogen.

Bereits seit der Inbetriebnahme des Tiefbrunnens Eitra 1979 bestehe das Problem, dass zu Beginn eines Pumpintervalls der Chloridgehalt höher war als zum Ende eines Förderzeitraums. Um den Chloridgehalt während der Pumpphase zu minimieren, sei im Herbst 2014 vom Regierungspräsidium der Wunsch an den Wassermeister herangetragen worden, einen Pumpversuch durchzuführen. Dem Gemeindevorstand lag laut Preßmann jedoch kein offizielles Schreiben dazu vor.

Anhand des Versuchs soll ermittelt werden, wie der Chloridgehalt durch die Optimierung der Pumpvorgänge gesenkt werden kann. Das Gutachten soll in den nächsten Wochen vorgelegt werden.

Auch die Werte des Trinkwassers in den Ortsnetzen würden regelmäßig überprüft. Die ermittelten Werte für Chlorid lägen deutlich unter dem Grenzwert.

„Erhöhte Nitratwerte sind im Tiefbrunnen Eitra bislang nicht festgestellt worden“, teilt Preßmann weiterhin mit. Da beim Tiefbrunnen in Rotensee der Nitratgehalt teilweise am Grenzwert liegt, wird dort Trinkwasser aus Bad Hersfeld zugeführt. Dazu wurde 2008 eine neue Trinkwasserleitung mit Druckerhöhungsanlage in Betrieb genommen. (red/nm)

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