Verantwortliche in Haunetal ziehen Jahresbilanz

In der Feuerwehr ist kein Platz für Einzelkämpfer

Dank für Einsatz: Bürgermeister Gerd Lang (links) ehrt hier die Teilnehmer der Aktion Asylunterkünfte im Herkules-Markt in Bad Hersfeld mit dem Anstecker der Marktgemeinde Haunetal. Rechts der Gemeindebrandinspektor Daniel Streibler, in der Mitte sein Stellvertreter Markus Rathke.

Neukirchen. Haunetals Gemeindebrandinspektor Daniel Streibler zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des letzten Jahres. Es sei verhältnismäßig ruhig gewesen.

Selbst bei der Finanzierung der bestellten Materialien habe es keine Probleme gegeben, die Marktgemeinde habe den Anträgen der Wehrführer und Gerätewarte weitestgehend entsprochen. Das Feuerwehrhaus Rhina nehme weiter Form an, der Digitalfunk bewähre sich, Pager werden in diesem Jahr beschafft. Nun sei auch endlich die Zusammenlegung von Wetzlos/Schletzenrod und Stärklos beschlossen. Damit verfüge Haunetal über neun schlagkräftige Wehren.

Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar, zum ersten Mal zu Gast in Haunetal, dankte besonders für den Einsatz bei der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Herkules-Markt in Bad Hersfeld. Darüber hinaus lobte sie die Kameraden, die in Führungspositionen die Verantwortung übernehmen und die ausgezeichnete Jugendarbeit, die in der Marktgemeinde Haunetal geleistet werde.

„Bei uns gibt es keine Einzelkämpfer“, erklärte die Kreisbrandinspektorin, „unsere kleinste taktische Einheit ist der Trupp, ein Team, in dem man sich im Extremfall gegenseitig das Leben anvertraut“. In diesem Zusammenhang erinnerte sie nachdrücklich an die Teilnahme am Grundlehrgang, den viele noch nicht absolviert hätten. Zum Schluss ihres Grußwortes empfahl sie den Anwesenden, immer gut aufeinander aufzupassen und stets gesund von den Einsätzen zurückzukommen.

Bürgermeister Gerd Lang dankte den Mitgliedern der Wehren für deren selbstlosen Einsatz für das Gemeinwohl und für die Bereitschaft, rund um die Uhr für andere da zu sein. Dabei seien ihre Aufgaben immer anspruchsvoller geworden und bestünden längst nicht mehr nur darin, Feuer zu löschen. Naturkatastrophen, schwere Unfälle und Umweltschädigungen erforderten immer mehr Fach- und Spezialkenntnisse und damit eine immer sorgfältigere Ausbildung. Lang gab zu bedenken, dass die Feuerwehrleute all diese Aus- und Fortbildungen während ihrer Freizeit absolvierten und sicherte den Wehren auch weiterhin die tatkräftige Unterstützung der Marktgemeinde zu. Wie bereits die Kreisbrandinspektorin zeigte sich der Bürgermeister besonders beeindruckt von den Leistungen der Einsatzkräfte beim Aufbau der Unterkunft im ehemaligen Herkules-Markt. Hier sei Großartiges geleistet worden und als kleine Anerkennung wolle er jedem der Helfer den neuen Anstecker mit dem Haunetaler Wappen verleihen.

Von gelungener Jugendarbeit berichtete der Gemeindejugendfeuerwehrwart Sven Meißner. Zurzeit freue man sich über 29 Mitglieder. Meißner dankte den Jugendwarten der Gruppen und berichtete, dass man beschlossen habe, auch etwas für die Gemeinde zu tun. Neben den üblichen Trainingseinheiten nahmen sich die Jugendlichen drei Parkbänke vor, die stark verwittert waren, und machten sie wieder gebrauchsfähig. Auch in der Führung der Jugend gab es eine Veränderung. Der bisherige Stellvertreter Meißners stand nicht mehr zur Verfügung, für ihn wurde einstimmig Tanja Rathke gewählt.

Von Elfriede Jeuthner

Mehr lesen Sie in der gedruckten HZ.

Kommentare