Mit Fördergeld: Der Friedhof in Eitra wird im Rahmen der Dorferneuerung saniert

Kapelle in Eitra wird „trockengelegt“

Geld für die Sanierung des Eitraer Friedhofs: Einen Förderbescheid über fast 39 000 Euro im Rahmen der Dorferneuerung übergab Landrat Dr. Michael Koch (Dritter von rechts, vordere Reihe) jetzt an Bürgermeister Harald Preßmann (links daneben). Foto: Maaz

Eitra. Die Kapelle auf dem Friedhof in Eitra ist längst in die Jahre gekommen. Außen wie innen bröckelt der Putz, Feuchtigkeit macht dem Bau aus den 50er-Jahren arg zu schaffen. Und auch der mit Moos bewachsene Weg, der zum Friedhof und zur Kapelle führt, ist nicht besonders gut zu gehen.

Als vorletztes öffentliches Projekt im Rahmen der Dorferneuerung stehen nun die Sanierung der Kapelle sowie die Neugestaltung der Zuwegung bevor. Dafür gibt es einen Zuschuss in Höhe von knapp 39 000 Euro. Den Bewilligungsbescheid übergab Landrat Dr. Michael Koch jetzt direkt vor Ort an Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann.

Auch einige Vertreter aus dem Gemeindevorstand, dem Ortsbeirat, dem Dorferneuerungsausschuss und vom Landkreis sowie Planer Bernd Emmerich wohnten dem freudigen Ereignis bei.

Besonderen Dank richtete Harald Preßmann an die vielen ehrenamtlichen Helfern, denn wie zum Beispiel schon beim Dorfgemeinschaftshaus in Eitra sollen auch auf dem Friedhof möglichst viele Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden, um Kosten zu sparen. In diesem Sinne lobte der Bürgermeister auch das Verständnis dafür, dass aus finanziellen Gründen leider nicht immer alles möglich sei, was wünschenswert ist. Die Gesamtkosten für die Sanierung der Kapelle mit Außenanlagen betragen knapp 63 000 Euro. Der Gemeindeanteil ist bereits im Haushalt 2015 enthalten. „Wir können die Investition ohne Kreditaufnahme tätigen“, betonte der Bürgermeister.

Unter anderem wird die kleine Halle von Profis „trockengelegt“, die Dachziegel und die Fassade werden komplett erneuert. Der Weg zur Kapelle inklusive des Stellplatzes vor selbiger soll gepflastert werden. Etwa 50 000 Euro fallen laut Preßmann allein für die Materialien an.

Der ältere Teil des später erweiterten Friedhofs stamme wohl aus dem Jahr 1837, weiß Rainer Müller, der ebenfalls im Zuge der Dorferneuerung an einer Chronik arbeitet. Die Kapelle wurde Anfang der 1950er-Jahre errichtet und seitdem auch nicht grundlegend saniert.

„Das Geld soll nun schnell fließen“, versprach Koch, der den Friedhof als Ort der Erinnerung bezeichnete. Wenn möglich, wird noch in diesem Jahr mit den ersten Arbeiten begonnen. Zunächst stehe aber auch noch der Abschluss des DGH samt Außenanlagen an, bei dem ebenfalls viele Eigenleistungen erbracht werden, so Preßmann. Als letztes Projekt der Dorferneuerung in Eitra, die 2016 endet, ist die Gestaltung von barrierefreien Parkplätzen an der Kirche geplant. „In Eitra ist in den vergangenen Jahres einiges passiert“, so der Bürgermeister mit Blick auf neun öffentliche, zwei kirchliche und 19 private geförderte Maßnahmen in dem knapp 400 Einwohner umfassenden Ortsteil.

Von Nadine Maaz

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