Haunetaler Gemeindevertreter wollen, dass B 27 in den Lärmaktionsplan aufgenommen wird

Kanal in der Ringstraße wird tiefer gelegt

Haunetal. Weil der Niederschlagswasserkanal in der Ringstraße in Rhina offenbar zu hoch liegt, kann der sich dort ansiedelnde Gewerbebetrieb nicht an den Kanal angeschlossen werden. Deshalb soll der Kanal nun um einen Meter tiefer gelegt werden. Dem stimmten die Haunetaler Gemeindevetreter – mit einer Enthaltung – in ihrer jüngsten Sitzung in Kruspis zu.

„Der Regenwasserkanal liegt nicht tief genug, um alle im Rahmen des Neubaus geplanten Dach- und Niederschlagswasserflächen anschließen zu können“, heißt es in der Begründung der entsprechenden Vorlage. Zudem sei der Durchmesser zu gering.

Der Kanal war Ende 2010/Anfang 2011 verlegt worden. Aufgefallen ist die zu geringe Tiefe erst, als die Pläne für den betroffenen Gewerbebetrieb umgesetzt werden sollten.

Haftung prüfen

Wer Schuld an der misslichen Lage ist – die Gemeinde, die Planer oder die beauftragte Firma – und ob jemand in Haftung genommen werden kann, müsse noch geprüft werden, sagt Bürgermeister Stefan Euler. Für den betroffenen Gewerbetreibenden sei es jedenfalls wichtig, das Problem nun so schnell wie möglich zu beheben. Die Kosten für den Umbau im Rahmen des Bauabschnitts II betragen 10 000 Euro.

Weiterhin beauftragten die Gemeindevertreter den Gemeindevorstand, Stellung zum Lärmaktionsplan des Regierungspräsidiums Kassel zu nehmen. Ziel ist es, dass auch die B 27 entlang der Ortsumgehung Neukirchen in den Lärmaktionsplan für Hauptverkehrsstraßen aufgenommen wird, bislang sei darin nur die A 7 enthalten.

Unverständlich ist den Haunetaler Vertretern vor allem, dass die B 27 in Hauneck und Burghaun anders bewertet wird, dabei sei der Verkehr dort ja derselbe. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Neuber regte an, sich bei Hessen Mobil um eine erneute Verkehrszählung zu bemühen. Diesen Wunsch unterstützt auch der Haunetaler Bürgermeister. „Ich bin bereits in Kontakt“, berichtete Euler. Neben Hessen Mobil ist die Verkehrsbehörde beim Kreis Hersfeld-Rotenburg dafür zuständig.

Bürgermeister Euler wies die Gemeindevertreter am Dienstag auch auf ein Schreiben des Landrats hin. Dieser verlangt von allen defizitären Kommunen die Vorlage des Haushaltsicherungskonzepts 2014 bis zum 30. Juni 2013. Laut Euler sei es kein Problem, bis dahin einen „Abbaupfad“ mit den wichtigsten Eckpunkten vorzulegen. Ob dieser dann auch mit den Ansichten der Kommunalaufsicht übereinstimme, bleibe allerdings abzuwarten. (nm)

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