Kinder malen mit Begeisterung Warnschilder bei Ferienspielen in der Marktgemeinde

Junge Künstler am Werk

Bunte Truppe: Die Kinder der Marktgemeinde Haunetal haben bei den Ferienspielen farbenfrohe Warnschilder gemalt, die Raser stoppen sollen. Foto: Elfriede Jeuthner

Wehrda. Eine wilde Kleckserei begann, als die Kinder im Rahmen der Ferienspiele der Marktgemeinde Haunetal und der evangelischen Kirchspiele Haunetals mit Pinseln und Farben ausgestattet ans Werk gingen. Die Aufgabe war, Schilder für alle Ortsteile zu bemalen, die mit dem Hinweis auf spielende Kinder Verkehrsteilnehmer auffordern sollen, „Bitte langsam“ zu fahren.

Die Kleidung war durch blaue Mülltüten geschützt, die zweckmäßig umfunktioniert worden waren, Hände und Gesichter hingegen waren deutlich sichtbar unmittelbar an der künstlerischen Betätigung beteiligt.

Schreinermeister Ralf Stuckardt hatte das Gelände um seinen Betrieb herum zur Verfügung gestellt, die über 40 zu bemalenden Holzfiguren vorbereitet und große Tische aufgestellt, auf denen die Kinder sich unter seiner und der Anleitung des Pfarrers Steffen Blum nach Herzenslust – zumindest künstlerisch – austoben konnten.

Einige der Schilder waren nicht so gut gelungen, die mussten der Schreinermeister und der Pfarrer nachbearbeiten. Für einige Zeit zum Trocknen in ein entsprechendes Gestell gelegt, konnten die Schilder von den Ortsvorstehern, die Bürgermeister Stefan Euler zu diesem Zweck eingeladen hatte, am Abend abgeholt werden.

Eine zweite Gruppe Kinder ging fröhlich auf Entdeckertour durch den Wald. Forstdirektor a. R. Deuthold von Gaudecker beschrieb die Beschaffenheit des Waldes und zählte die besonderen Verhaltensregeln auf. Dass man ein junges Tier, das allein im Wald oder auf der Wiese gefunden wird, nicht anfassen darf, wussten die meisten Kinder, weil es dann „von der Mutter nicht mehr angenommen wird.“

Und dass man Wildschweinen – besonders wenn sie Junge haben – besser aus dem Weg geht, konnten viele nachvollziehen. Für alle war eines selbstverständlich: Seinen Müll nimmt man wieder mit nach Hause und lässt ihn in keinem Fall im Wald liegen. Nach den ausführlichen Erklärungen ging es in Gruppen weiter und Jungen und Mädchen sollten nun die Namen, der mit Nummern versehenen Bäume am Wegrand aufschreiben.

Es folgte ein großer Ratespaß, denn nicht alle hatten die Erklärungen des Forstdirektors aufmerksam verfolgt. Dennoch konnte sich das Ergebnis dieser „Prüfung“ sehen lassen. Für die älteren Kinder war mit dem Schulsozialpädagogen Dirk Schulze-Hoppe am Mittwoch der Besuch des Kletterzentrums Kassel geplant.

Von Elfriede Jeuthner

Kommentare