Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Eiterfelder Feuerwehren - Lob von allen Seiten

Jederzeit einsatzbereit

Engagiert für das Gemeinwohl: In großer Zahl wurden bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Eiterfelder Feuerwehren Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen. Fotos: Apel.

Arzell. Dass Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, Eiterfelds Erster Beigeordneter Hubert Schmelz und Arzells Ortsvorsteher Elmar Kiel bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Eiterfelder Feuerwehren in der Arzeller Mehrzweckhalle krankheitsbedingt „ausgefallen“ waren, war alles andere als symptomatisch für den Zustand der größten Selbsthilfeorganisation der Marktgemeinde.

Wie Gemeindebrandinspektor Stephan Heimeroth in seinem ausführlichen Jahresbericht erläuterte, waren und sind die Eiterfelder Wehren jederzeit einsatzbereit. Allein 2014 wurden sie 63 mal alarmiert. 38 mal mussten sie zu Einsatzstellen ausrücken. 22 technische Hilfeleistungen (darunter ein schwerer Verkehrsunfall mit Todesfolge), neun Brandeinsätze, fünf Fehlalarme von Brandmeldeanlagen und zwei Brandsicherheitsdienste waren abzuarbeiten. „319 Einsatzkräfte haben insgesamt 734 Einsatzstunden geleistet – das unterstreicht die absolute Daseinsberechtigung unserer Wehren!“, so Heimeroth.

Weniger Aktive

Mit einem weinenden Auge berichtete der „Inspekteur“ davon, dass sich die Zahl der in den zehn Einsatzabteilungen Aktiven um 16 auf 277 verringert hat und dass auch die Zahl der Mitglieder in den Feuerwehrvereinen um 14 auf 1361 gesunken ist. Lediglich bei den acht Jugendfeuerwehren ist ein deutliches Plus von 32 Jungen und Mädchen zu verzeichnen: 124 Nachwuchsfeuerwehrleute engagieren sich. „Wir müssen für die jungen Leute interessant sein und wir dürfen das Kameradschaftliche nicht vergessen – dann können wir beruhigt in die Zukunft schauen!“, unterstrich der GBI, der den Feuerwehrleuten ausdrücklich für den vergleichsweise sehr guten Besuch von insgesamt 74 Lehrgängen dankte.

An die Grenze

Dank für Unterstützung und Ausstattung sagte Heimeroth auch den gemeindlichen Gremien, die 2014 knapp 100 000 Euro für das Feuerwehrwesen zur Verfügung gestellt und den Feuerwehr-Bedarfs- und Entwicklungsplan fortgeschrieben haben. Parlamentspräsident Leonhard Hohmann nahm den Ball auf und dankte seinerseits für den Dienst zum Wohle der Bürger: „Was Ihr leistet, wofür Ihr Eure Freizeit opfert, geht an die Grenze dessen, was man ehrenamtlich leisten kann, und deshalb sind wir stolz auf Euch!“

Gemeindejugendfeuerwehrwart Martin Trabert berichtete von der erfolgreichen Neuausrichtung der Jugendfeuerwehrarbeit. Insbesondere die Absenkung des Eintrittsalters habe sich positiv ausgewirkt und auch die Aktion „Gemeinsam sind wir stark“, mit der der Nachwuchs in den kleineren Ortsteilen von den größeren Einheiten unterstützt werde, sei auf hohe Akzeptanz gestoßen. Für die Zukunft gelte es, den jungen Leuten mit Offenheit, Respekt und Anerkennung entgegenzutreten „und immer wieder neu für die Feuerwehr zu brennen - denn nur wer selber brennt, kann in anderen ein Feuer entfachen!“, so Trabert.

Auf dem richtigen Weg

Die Aktivitäten der an „Nachwuchsmangel“ leidenden Ehren- und Altersabteilung ließ Karl Sauerbier Revue passieren. Danach berichtete Kreisbrandmeister Dirk Wächtersbach vom Miteinander der Feuerwehren in der Region Hessisches Kegelspiel: „Wir beweisen, dass es funktioniert!“ Ausdrücklich lobte er die Eiterfelder dafür, dass sie für ihre Jugendlichen Ende Juli ein Zeltlager veranstalten wollen: „Ihr seid auf dem richtigen Weg!“

Von Wilfried Apel

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