Er ist für jeden Spaß zu haben

Wochenendporträt: Dirk Henkel ist seit 25 Jahren beim Neukirchener Fasching aktiv

Er lebt und liebt den Karneval: Seit 25 Jahren beim Fasching des FC 09 Neukirchen dabei und seit 13 Jahren Sitzungspräsident ist Dirk Henkel aus Odensachsen. Foto: Maaz

Odensachsen. Vom Platz an der Konfettikanone auf den Thron des närrischen Parlaments: Dirk Henkel aus Odensachsen ist seit 25 Jahren beim Karneval des FC 09 Neukirchen aktiv. Seit nunmehr 13 Jahren steht der 43-Jährige als Sitzungspräsident an der Spitze des Elferrats, der unter anderem für die Organisation der vereinseigenen Veranstaltungen zuständig ist.

Dirk Henkel ist Planer, Moderator und irgendwie auch eine Art Alleinunterhalter. Der gelernte Werkzeugmacher spricht viel und schnell, und scheut sich auch nicht, zotige Witze zum Besten zu geben. Ideen für den Fasching und andere Feierlichkeiten kommen Henkel manchmal auch mitten in der Nacht.

Zahlreiche Karnevals-Orden nicht nur von den eigenen Kampagnen, sondern auch von befreundeten und Gast-Vereinen haben sich bei Dirk Henkel angesammlt. Die meisten werden inzwischen im Keller aufbewahrt, die Einzelanfertigung zum 25. Jubiläum aber bekommt natürlich einen besonderen Platz. Auch die Programme der vergangenen Prunksitzungen hat er alle in einem Ordner abgeheftet.

Über den Fußball ist der Odensachsener zum Karneval gekommen und mit 19 Jahren zunächst als Kanonier nachgerückt. Auch im Männerballett war und ist Henkel aktiv. „Ich bin für jeden Spaß zu haben und mir nimmt auch keiner was übel“, sagt Henkel lachend, der auch den Rest seiner Familie mit dem Faschingsvirus angesteckt hat: Ehefrau Claudia macht beim Damen-Elferrat mit, seine Töchter tanzen in der Garde und beim Nachwuchs.

2004 übernahm Henkel das Präsidenten-Amt von Herbert Maul. Erste Moderationserfahrung hatte er kurz zuvor als Aushilfe beim Fasching in Oberhaun gesammelt. Eine gewisse Nervosität sei vor jedem Auftritt trotzdem auch heute noch da. „Das muss auch so sein und gibt sich, wenn das Publikum gut mitgeht“, so der Karnevalsfan.

Ein Ritual pflegt der „Narrenchef“ ebenfalls: „Vor jedem Einmarsch trinke ich drei Schlucke Cola und dann geht’s los.“

Was einen guten Sitzungspräsidenten ausmacht? „Er sollte sich gut vorbereiten, immer einen lockeren Spruch parat haben, spontan reagieren können und nicht zu viel mittrinken, um einen klaren Kopf zu bewahren“, erklärt Henkel. Denn da ist der 43-Jährige, der sich selbst als zielstrebig bezeichnet, ganz Profi: „In der Pause gibt es ein Bier, sonst nur Wasser.“

Immer wieder lobt er die gute Zusammenarbeit im Elferrat. „Wir sind eine tolle Truppe“, betont Henkel. Ans Aufhören denkt der 43-Jährige jedenfalls noch nicht, auch wenn er sicher mehr als genug zu tun hat. Denn neben seinem Job als Hausmeister ist Henkel auch noch Ortsvorsteher und in der Feuerwehr aktiv. Bei der Kommunalwahl kandidiert er erneut für den Ortsbeirat. „Seinem“ Odensachsen ist Henkel seit Kindertagen treu geblieben. Nur während des Umbaus seines Elternhauses machte er einen Zwischenstopp in Neukirchen. „Ich kenne hier jeden im Ort, und mich kennt wahrscheinlich auch jeder“, sagt der 43-Jährige lachend.

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