Kirchheimer Gemeindevertreter unterstützen das nordhessische Breitband-Projekt

Internet soll schneller werden

Kirchheim. Einstimmig beschlossen die Kirchheimer Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend im Anbau des Bürgerhauses den Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu beauftragen, die für die Abwicklung des Projektes NGA Cluster Nordhessen notwendigen Handlungsschritte zur flächendeckenden Breitband-Hochgeschwindigkeitsversorgung umzusetzen.

Der Beschluss war notwendig, weil der Kreis nur handeln kann, wenn er – so die Vorgaben des Regierungspräsidiums Kassel – von seinen Kommunen dazu beauftragt wird.

Bürgermeister informiert

Kommunen, die dem Projekt keine Zustimmung erteilen, könnten bei der flächendeckenden Anbindung an das zu errichtende Glasfasernetz nicht berücksichtigt werden, hatte Bürgermeister Manfred Koch zuvor informiert. In dem Beschluss sichert die Gemeinde ihre Unterstützung bei der Planung und Umsetzung des Projektes – beispielsweise bei der Trassenfindung oder der Bereitstellung von Grundstücken – zu.

Bereits in der Gemeinde verlegte Leerrohre sollen gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden und geplante Bauvorhaben möglicherweise vorverlegt werden, um das Verlegen der Leitungen zu beschleunigen. Die Beauftragung steht aber auch unter dem Vorbehalt, dass von der Kommune kein Beitrag zur Errichtung der Infrastrukturgesellschaft geleistet werden muss.

Um die schnelle Breitbandversorgung auf Glasfaserbasis auf den Weg zu bringen, haben sich unter der Bezeichnung „NGA Cluster Nordhessen“ die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder und Werra Meisner sowie die Stadt Kassel zusammengeschlossen mit der Absicht, eine Breitbandinfrastrukturgesellschaft zu gründen.

Noch ist alles offen

Ob und wann die flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 25 Megabit pro Sekunde kommt, hängt allerdings noch von zahlreichen Unwägbarkeiten ab.

Von Bernd Löwenberger

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