Eiterfelder Vertreter nehmen Eröffnungsbilanz unter die Lupe – Sanierungen fördern

Infrastruktur erhalten

Eiterfeld. „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, gab der Vorsitzende des Eiterfelder Gemeindeparlaments, Oskar Ruhl, dem neuen und alten Bürgermeister Hermann-Josef Scheich mit Blick auf den bevorstehenden Fußballabend mit auf den Weg. Denn die ersten „Spielminuten“ der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend waren der offiziellen Ernennung des Bürgermeisters gewidmet.

Scheich war im März in die dritte Amtszeit gewählt worden, die am 1. August beginnt. Die Ernennungsurkunde überreichte der Erste Beigeordnete Hubert Schmelz, verbunden mit einem Dankeschön und den besten Wünschen für die Zukunft. „Du hast Eiterfeld wesentlich mitgestaltet und mitgeprägt“, so Schulz. Als wichtiges Ziel für die Zukunft der Marktgemeinde nannte Scheich die Erhaltung der Infrastruktur „für die Bürger und das Gewerbe“. Von den Gemeindevertretern wünschte er sich weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit, wobei unterschiedliche Meinungen zur gelebten Demokratie gehörten.

Der jetzt eingegangenen Eröffnungsbilanz der Gemeinde über das kommunale Vermögen zum Stichtag 1. Januar 2009 erteilten die Gemeindvertreter einstimmig ihre Zustimmung – wenngleich die Meinungen über die Aussage der Bilanz, die ein Sachanlagenvermögen in Höhe von rund 61 Millionen Euro ausweist, auseinandergingen. Für Theodor Kohlmann von der FWG lässt die Eröffnungsbilanz Eiterfeld in „hervorragendem Licht“ erscheinen.

Bürger-Engagement gefragt

Gert Oehrling (SPD) relativierte dies, denn eine gute Infrastruktur beispielsweise müsse immer auch kostenträchtig unterhalten werden. Auch Artur Storch (Grüne) merkte an, dass die Höhe der Sachanlagen wenig aussage, und mehr Sachanlagen wie Straßen oder Spielplätze auch mehr Kosten bedeuten würden. Laut Bürgermeister Scheich könne man unter dem Strich zufrieden sein, er gab ebenfalls zu bedenken, dass in Zukunft etwa bei der Erhaltung von Infrastruktureinrichtungen noch mehr Engagement von den Bürgern gefragt sei.

Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter auch für eine Förderung von Wohnhaussanierungen in den Ortskernen aus. Ziel ist es, bestehende Bausubstanz neu zu nutzen und Leerstände zu vermeiden. Ob das Angebot aber wirklich angenommen wird, müsse sich zeigen, einige Parlamentarier waren skeptisch. Maximal 2000 Euro können für private Baumaßnahmen an Gebäuden von vor 1960 beantragt werden, die Richtlinie ist vorerst auf zwei Jahre befristet.

Von Nadine Maaz

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