Das Integrative Kommunale Entwicklungskonzept soll die Gemeinde Eiterfeld stärken

An Ideen mangelt es nicht

Dorfbewohner Kai Möller, Ortsvorsteher Rüdiger Baldes, Pfarrer Karl-Josef Gruber und die Architektin Sigrun Palinske im Gespräch bei der Dorfbegehung in Buchenau (von links). Foto: Ellenberger

Buchenau. An der Bushaltestelle in Buchenau haben sich 16 Dorfbewohner zusammengefunden. Hier treffen sie sich mit der Architektin und Stadtplanerin Sigrun Palinske vom Ingenieurbüro für Planung und Umwelt. Das Treffen in der Ortsmitte ist das Letzte in einer Reihe von Terminen, die im Rahmen des Integrativen Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) angesetzt worden sind (die HZ berichtete).

Das Projekt bezieht alle Ortsteile der Gemeinde Eiterfeld in die Überlegungen ein. Es ist eine Weiterentwicklung der Dorferneuerungen und soll dabei auch die soziale Entwicklung der Dörfer verbessern. In jedem Ort hatte eine Ortsbegehung stattgefunden, wie sie auch in Buchenau veranstaltet wird.

Stärken und Schwächen

Dabei machen die Bürger Palinske mit den Örtlichkeiten bekannt. Es solle herausgearbeitet werden, „wo sie Schwächen und Stärken für ihren Ortsteil sehen“, erklärt die Städteplanerin. Schnell zeigt sich, dass die zunehmende Zahl leerstehender Häuser in Buchenau ein Problem ist. Abnehmende Einwohnerzahlen würden in den nächsten Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit die Dörfer immer mehr betreffen, sagt Sigrun Palinske. Beim weiteren Rundgang entstehen bereits konkrete Ideen. Zum Beispiel könnte ein Großteil des Dorfes durch die Hackschnitzelanlage des örtlichen Schlosses beheizt werden. „Ideen sind nicht das Problem, bisher haperte es an der Ausführung“, argumentiert Dorfbewohner Kai Möller. Die Buchenauer drücken ihre Hoffnung aus, durch das Projekt Unterstützung zu finden.

Workshop im Schloss

Im Anschluss an den Rundgang findet im örtlichen Schloss ein Workshop für alle Teilnehmer statt. Dabei ist auch Andreas Spies anwesend. Er vertritt die Gemeinde Eiterfeld und ist Ansprechpartner für das Projekt. Bei dem Workshop sollen alle Aspekte der Dorfgemeinschaft betrachtet werden. In den Sparten soziale Infrastruktur, technische Infrastruktur, öffentliche Räume, lokale und regionale Wirtschaft, Verbände und Vereine sowie Kultur wird bereits Bestehendes gesammelt. Objekte und Angebote, die noch nötig oder wünschenswert sind, werden aufgeschrieben. In die Diskussion einbezogen werden zwei dazugestoßene Giesenhainer, die ihren eigenen Ortsteil bearbeiten dürfen. Weitere Ideen entstehen und die Möglichkeit, diese zusammengetragen, empfinden die Beteiligten als positiv.

Auch Palinske ist mit den Ergebnissen aller Dorfbegehungen zufrieden: „Wir haben die Ortsteile gut kennengelernt und viel erfahren.“ Im Anschluss werden aus den Teilnehmern Stellvertreter für anschließende Foren gewählt. Diese seien ebenfalls für die Öffentlichkeit geöffnet und weitere Teilnehmer seien willkommen, lädt die Architektin ein. Insgesamt wird es fünf Foren geben, in denen noch einmal die Stärken und Schwächen der Ortsteile, ein Leitbild und Ziele formuliert werden. Es werden Projekte gewichtet und diese werden für die Umsetzung vorbereitet. Das erste Forum findet Ende September statt.

Von Caroline Ellenberger

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