Blümel möchte Bürger Ufhausens einbeziehen

Ideen für das leere Pfarrhaus gesucht

Das Pfarrhaus in Ufhausen steht seit zwei Jahren leer, jetzt wird über die weitere Nutzung nachgedacht. Foto: Haas

Ufhausen. Vor über zwei Jahren hat der damalige Pfarrer der Pfarrei St. Laurentius in Ufhausen, Franz-Peter Breidbach, sein langjähriges Wirken in dem Eiterfelder Ortsteil beendet. Seitdem steht das Pfarrhaus leer, das von 3700 Quadratmetern Grünfläche umgeben wird. Der jetzige Pfarrer, Dechant Markus Blümel, der die Pfarrei zusammen mit der Pfarrei St. Georg von Eiterfeld betreut, hatte nun gemeinsam mit dem Verwaltungsrat zu einer außerordentlichen Pfarrversammlung eingeladen, zu der 20 Interessierte kamen.

Thema öffentlich machen

Dechant Blümel konstatierte eingangs, dass heuer nicht Pfarreien zusammengelegt würden, sondern dass ein Pfarrer nun zwei Pfarreien betreut. Ein Versammlungsteilnehmer befürchtete, dass es in Ufhausen nie mehr einen Pfarrer am Ort geben wird, wenn das Pfarrhaus aus den 70er-Jahren nicht mehr zur Verfügung steht. Die Einberufung der Versammlung begründete Blümel mit den Worten: „Uns war wichtig, dass die Gemeinde in die Überlegungen zur Zukunft des Pfarrhauses einbezogen wird. Idealerweise“, so der Dechant weiter, „berät die Gemeinde den Sachverhalt und gibt die gewonnenen Erkenntnisse an den Verwaltungsrat weiter.“

Er forderte die Mitglieder der Gemeinde auf, sich an der Entscheidungsfindung zu beteiligen und das Thema in der Öffentlichkeit anzusprechen: „Wir müssen die Bürger darauf hinweisen, dass wir uns mit dem Thema beschäftigen und was die Ideen sind.“

In der Versammlung kamen vorrangig drei Ideen zum Tragen, die nun an die Kirchengemeinde weitergegeben werden sollen. Zum einen wurde über eine Renovierung des Gebäudes vor dem Hintergrund einer Weitervermietung nachgedacht, wozu allerdings mindestens 80 000 Euro in die Hand genommen werden müssten und nicht mit einer Bezuschussung gerechnet werden könne. Ein weiterer Vorschlag war, Haus und Grundstück werden veräußert, auch unter dem Vorbehalt, dass die das Grundstück in Teilen umgrenzende Mauer unter Denkmalschutz steht. Eine Parzellierung diese Grundstücks soll nach dem Vorschlag aus der Versammlung angedacht werden. Eine dritte Variante wäre, das Pfarrhaus seniorengerecht herzurichten, wozu die Kirchengemeinde finanziell nicht in der Lage wäre, vor allem, weil die Technik völlig neu gestaltet und das Gebäude vergrößert werden müsste.

Ortsvorsteher Leonhard Hohmann sprach die Möglichkeit an, mögliche Förderungen aus dem derzeit in Eiterfeld laufenden „Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept“ (IKEK) anzustoßen. Die Pfarrei Ufhausen besteht seit 1735. (aha)

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