Sozialpädagogin Isabel Scholz ist das Gesicht des Mehrgenerationenhauses Haunetal

Ideen und Angebote bündeln

Mit Isabel Scholz hat das Haunetaler Mehrgenerationenhaus nun ein Gesicht. Darüber freuen sich Bürgermeister Stefan Euler (links) und Jürgen Klähn von der Kulturscheune in Wehrda. Foto: Maaz

Haunetal. Mit Isabel Scholz hat das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte virtuelle Mehrgenerationenhaus (MGH) Haunetal nun endlich ein Gesicht und eine feste Ansprechpartnerin. Seit dem 1. Mai ist die 29-jährige Diplom-Sozialpädagogin mit einer halben Stelle als „hauptamtliche Koordinatorin“ für das Generationenprojekt zuständig, das mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte (die HZ berichtete).

Im Haunetaler Rathaus hat Scholz ein Büro, das Schild an der Tür zeigt es an: Mehrgenerationenhaus, und auch am Telefon meldet sich die sympathische 29-Jährige nun so.

Die gebürtige Haunetalerin, die mittlerweile in Eiterfeld lebt, soll unter anderem Ideen und Angebote bündeln, die Vernetzung mit Kooperationspartnern ausbauen, sich mit anderen MGHs austauschen und die Verwaltungsarbeit rund um das Projekt übernehmen, schließlich gilt es auch, alle Förderrichtlinien umzusetzen. Seit 1. Januar 2012 ist Isabel Scholz bereits im Kindergarten Neukirchen beschäftigt, wo sie auch weiterhin vormittags arbeitet.

„Projekt vorantreiben“

„Wir sind froh, dass wir das Projekt dank personeller Aufstockung nun vorantreiben können“, so Bürgermeister Stefan Euler. „Das Projekt ist zu wichtig, um es nebenbei zu betreiben.“ Die Gemeindevertreter hatten in ihrer jüngsten Sitzung der Einrichtung der halben Stelle zugestimmt, nachdem sie im vergangenen Ausgust zunächst abgelehnt worden war. Bezahlt wird Scholz aus dem Topf der Fördermittel. Das Geld falle damit zwar für die inhaltliche Arbeit weg, allerdings sei noch genug vorhanden, um zum Beispiel Materialien für Kreativangebote anzuschaffen.

„Dass Frau Scholz von hier kommt, macht es sicher einfacher, die Menschen anzusprechen und zum Mitmachen zu bewegen“, so Jürgen Klähn von der Kulturscheune Lange Wiese in Wehrda, der das MGH mit Rat und Tat unterstützt.

Im Gegensatz zu anderen Mehrgenerationenhäusern ist das MGH Haunetal – genauer gesagt: das MGH II – kein Haus an einem festen Ort, sondern eine dezentrale Einrichtung, die alle 15 Ortsteile sowie deren Veranstaltungsräume und Bürger mit Blick auf den demografischen Wandel einbeziehen soll. Das Mehrgenerationenhaus besteht eigentlich schon seit fünf Jahren, 2012 fand aber ein Trägerwechsel von der Kulturscheune auf die Marktgemeinde Haunetal statt, die es zum 1. Januar 2015, wenn die jetzige Förderung ausläuft, eigentlich an den Verein „Menschen helfen Menschen“ übergeben soll.

Als neue Angebote für Jung und Alt sollen etwa eine Hausaufgabenbetreuung für Schüler, Beratungsangebote für Pflegebedürftige oder eine Börse für haushaltsnahe Dienstleistungen installiert werden. Ein Veranstaltungskalender soll künftig auch auf der Internetseite Haunetals zu finden sein. Auf Isabel Scholz wartet jedenfalls eine spannende Aufgabe.

Von Nadine Maaz

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