Die Podiums-Elfen sorgten für Stimmung

Idafaald im Foaset-Fieber

Sieben schräge Elfen aus Eiterfeld und Wölf. Fotos: Desoi

Eiterfeld. Die Eiterfelder Weiberfastnacht hat Tradition und ist jedes Jahr ein gut besuchter Renner. Morgens hatte noch Schneetreiben in Eiterfeld geherrscht – abends präsentierten sich schöne Frauen im überhitzten Saal des Bürgerhauses.

Zwei von den Zwölferrats-Elfen – Birgit Ludwig Triesch und Elfriede Zentgraf – führten durch das fünfstündige Programm. Unter dem Motto „Zauberwald“ ging ohne Pause die Post ab. Feen, Hexen, Elfen, Fliegenpilze und was der Wald noch so zu bieten hat, ließen es richtig krachen.

Dorfgeschehen im Blick

So mancher sexistische Männerwitz würzte die Stimmung. Ludwig Triesch: „Fragt der Mathelehrer: ein Mann läuft in der Stunde fünf Kilometer. Wie viele Kilometer läuft er in zwei Stunden, Fritzchen? – Ich waas es noch net, mein lahme Baba läuft immer noch.“ Bis Dato war der einzige Mann im Saal Olli an der Orgel. Auch der bekam ordentlich sein Fett weg und zwar vom Urgestein der Eiterfelder Fastnacht, Irmtraud König: „Sind Sie engagiert worden als Spitzel von eifersüchtigen Ehemännern?“, mutmaßte sie.

Das Urgestein der Eiterfelder Fastnacht: Irmtraud König in der Bütt.

Die Podiums-Elfen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Besonders die Sketche über das Dorfgeschehen kamen beim Publikum sehr gut an, wie die Strickgruppe, die sich mittwochs im Café Canapé trifft. Die Strickgruppe als „Pendant zum Dschungelcamp“ sozusagen. Auch der Umbau des Gemeindehauses der St.-Georgs-Kirche wurde aufs Korn genommen: „Das sieht ja aus wie ein Plattenbau in der Ehemaligen. Und das riesige Fenster. Wahrscheinlich will der Poa (Pfarrer) dahinter die Beichte der Vorübergehenden abnehmen. Die „Beichte by going oder Beichte to go“ sozusagen.“

Zu vorgerückter Stunde durften die Männer auf die Bühne. Martin von den Sauwäntzt feuerte den Saal als „Erwin Sinatra“ noch einmal so richtig an. Absoluter Kracher waren etwa 18 junge Eiterfelder Mannsbilder mit Michael-Jackson-Songs. Ihr Debüt, trainiert von Catharina Volkemer, war mehr als geglückt. Als „die Catha-strophe“ animierten sie die „Weiber“ zum Mitsingen und Mittanzen. Die Zuschauer taten das auf den Stühlen und der Saal kochte.

Doch was wäre die Fastnacht ohne die vielen Tanzgruppen? Seit Wochen hatten sie ihre Tänze eingeübt: die Eitrafunken (Claudia Wolter), die Rote Funken, die Sparkling Diamonds aus Rotensee, die Wölfer Frauenpower, die Twirling Group Destination Arzell und die Rhöngarde.

Von Christa Desoi

Weiberfasching in Eiterfeld

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