Eiterfeld arbeitet an gesplitteter Abwassergebühr

Hohe Investition in die Kanalisation

Eiterfeld. Das Thema Abwasser ist auch für die Gemeinde Eiterfeld eine Daueraufgabe, die neue Lösungen und hohe Investitionen erfordert.

Zu den neuen Lösungen zählt die gesplittete Abwassergebühr, die eingeführt werden soll. Nachdem alle Vorarbeiten abgeschlossen sind, finden im neuen Jahr Informationsveranstaltungen für die Bürger statt. So am 27. Januar in Eiterfeld, am 29. Januar in Großentaft und am 30. Januar in Ufhausen jeweils in den Bürgerhäusern. Dies teilte Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) den Gemeindevertretern mit.

Kontrollieren und sanieren

Zu den Investitionen zählen zwei Bereiche: Die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle von Abwasserrohren und die Sanierung kaputter Leitungen. Dafür hat die Gemeinde in den zurückliegenden Wochen Aufträge über eine Gesamtsumme von fast 190 000 Euro erteilt. So schlägt beispielsweise die Überprüfung von knapp 14 Kilometern Kanal per Kamera mit rund 51 000 Euro zu Buche.

Es geht aber munter weiter: Nun beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig, in den nächsten drei Jahren zwölf Kanäle mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro zu erneuern. Die Baumaßnahmen beziehen sich auf Arzell, Betzenrod, Buchenau, Leimbach, Leibolz, Soisdorf und Ufhausen. Dabei sollen auch die Hausanschlüsse erneuert sowie die Trinkwasserleitungen teilweise ausgetauscht werden. Die Gemeinde hat dieses Investitionsprogramm geschnürt, weil sie anderenfalls Fördermittel hätte zurückzahlen müssen.

Wie Bürgermeister Scheich erklärte, habe man zwischen 1999 und 2006 fast 30 Projekte für zusammen 12,3 Millionen Euro saniert. Dafür habe es Landesmittel in Höhe von 6,4 Millionen Euro gegeben. Weil manches Vorhaben kleiner als geplant ausfiel, hätte man eigentlich 350 000 Euro Förderung zurückzahlen müssen. Dies sei aber nicht notwendig, wenn man weitere Investitionen nachweisen könne. Dies tue man mit der Liste der zwölf Projekte.

Von Alexander Gies

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