Wehrdaer Chöre sangen und spielten gemeinsam für die Sanierung der Kirche

„Herbei, o ihr Gläubigen“

Adventskonzert: Die Wehrdaer Chöre sangen gemeinsam für die Sanierung der Wehrdaer Kirche. Foto: Jeuthner

Wehrda. Es ist mittlerweile eine liebgewordene Tradition, das Weihnachtskonzert, zu dem der Wehrdaer Männergesangverein regelmäßig am zweiten Advent in die Evangelische Kirche einlädt. Und wie bereits in den vergangenen Jahren, waren auch diesmal so viele Menschen gekommen, dass es keine Sitzplätze mehr gab und der eine oder andere im Stehen zuhören musste.

Es war ein fröhliches Konzert, das den Gästen hier geboten wurde. Gleich zu Beginn begrüßte der Männergesangverein unter der Leitung von Elena Töws die Menge stimmgewaltig mit „Herbei, o ihr Gläubigen“. Pfarrer Steffen Blum, der wieder die Moderation übernommen hatte, erinnerte gleich anschließend mit Worten von Andrea Schomburg an den leidigen „Weihnachtsstress“, der – bei allem Kommerz – dann doch ans Herz gehe.

Mit Freude erwartet

Von vielen mit Freude erwartet, waren die Wehrdaer Kinderchöre – ebenfalls von Elena Töws geleitet – zu hören. Zunächst sangen die „Großen“ andächtig „In dieser Nacht“ und dann gemeinsam mit den „Kleinen“ ausgelassen „Wir sagen euch an den lieben Advent“. Besonders Eltern und Großeltern lauschten gespannt ihren Sprösslingen, die – teilweise sogar mit ihrem ersten Einsatz – alle Zuhörer hellauf begeisterten.

Die Flötengruppe hatte ebenfalls Weihnachtliches mitgebracht. Leiterin Ursula Scholz präsentierte mit ihren Schützlingen „Lasst uns froh und munter sein“ und „O Tannenbaum“, und die Kinder des Kinderchores – von Langeweile geplagt – begannen leise mitzusingen. Als die Flötistinnen nun aber „In der Weihnachtsbäckerei“ anstimmten, gab es kein Halten mehr. Fröhlich und ungeniert stimmten die Kinder mit ein und ließen die Menge erstaunt aufhorchen, denn was da klang, war durchaus hörenswert.

Pfarrer Steffen Blum hatte die Geschichte vom „Sandkuchen“ mitgebracht, der seinem Namen als „Bestandteil der mitteleuropäischen Küche“ alle Ehre machte und – sehr zur Heiterkeit der Zuhörer – dem Erzähler beim Verzehr massive Erstickungsanfälle einbrachte. Einen sehr stimmungsvollen Beitrag leistete auch der Singkreis mit Leiterin Hildegard Stuckardt mit „Alle Sterne glänzen“, dem „Wiegenlied der Hirten“ und einem „Weihnachtslied aus den Bergen“, dem sich Florian Schneider mit zwei sehr anspruchsvollen Stücken – überaus gekonnt an der Orgel gespielt – anschloss.

Gemeinsamer Kanon

Als der Gospelchor schließlich vom „Winter Wonderland“ sang, sprach er vielen Zuhörern aus dem Herzen. Ein gemeinsamer Kanon beendete das Konzert, und Pfarrer Blum entließ die Besucher mit einem „Neujahrsgebet“ in den kleinen, aber feinen Wehrdaer Weihnachtsmarkt.

Die Spenden aus dieser Veranstaltung fließen dem „Projekt 2017“ zu.

Von Elfriede Jeuthner

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