25 Jahre Bauernmarkt Neukirchen mit regionalen Spezialitäten auf dem Marktplatz

Hebes, Wurst und Ploatz

Hämmern: Rainer Reul von der Villa Fantasia zeigt Till Meißner, Dina Marie Hofmann und Mara Meißner (von links), wie Nistkästen für Fledermäuse gebaut werden. Foto: Apel

Neukirchen. Schon von ferne ertönt Musik. Menschen strömen zum Bauernmarkt auf dem Gelände vor dem Neukirchener Rathaus. Es duftet nach Bratwurst und Ploatz. „Wir sind stolz darauf, dass wir 25 Jahre lang durchgehalten haben“, sagt Martin Seipel, einer der beiden Vorsitzenden des Direktvermarktungsvereins Haunetal.

Zum Vorteil der auf Qualität setzenden Menschen des gesamten Haunetals, die vorher verschiedenste Höfe anfahren mussten, um Spezialitäten – Schwartenmagen etwa oder Fleischwurst – einzukaufen. Heute gibt es an neun dritten Samstagen im Monat fast alles zentral auf dem Marktplatz.

Lob für Qualität der Produkte

Altbürgermeister Friedrich Krauser habe die ganze Sache stets unterstützt, betont Alois Wörndl, der weitere Vereinsvorsitzende. Aber auch für seine Nachfolger habe der Einkauf mit Kommunikation immer ganz oben auf der Agenda gestanden. Ähnlich sehen es Bürgermeister Gerd Lang, der die Qualität der Produkte lobt, und Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, die in ihrer neuen Heimatgemeinde immer wieder gerne über zum Einkaufen auf den Markt geht. Auch Landtagsabgeordneter Torsten Warnecke ist zum Gratulieren gekommen und hat eine Einladung zu einem Besuch in Wiesbaden dabei.

Dann spielt wieder die Big Band Haunetal, und allmählich bildet sich eine Schlange vor dem Verkaufswagen der Metzgerei Schäfer, die heißen Schwartenmagen mit Lauchgemüse und „Hebes“ anbietet. Wem das zu lange dauert, der kann sich bei den anderen Wurstanbietern durchprobieren. Auch Putenspezialitäten und frisch geräucherte Forellen sind im Angebot, Kaninchenfleisch kann man bestellen, Fettenbrot auf frisch gebackenem Holzofenbrot essen.

Günther und Renate Wenzel bieten Heide an und freuen sich mit Elfriede Nebe aus Odensachsen und Margarethe Rohrbach aus Rhina, dass so viel los ist. An den Wollständen wird gefachsimpelt. Der Weltladen bietet fair gehandelte Produkte an, die Kirchengemeinde antiquarische Bücher, und Rainer Reul von der Villa Fantasia zeigt, wie man Nistkästen für Fledermäuse baut.

Wer irgendwann nach Hause fahren muss, kann sich auf dem Weg zum Auto beim Meisenbacher Hobby-Kartoffelbauern Frank Schneider mit der rotschaligen Sorte Laura oder Granola eindecken. Oder bei den Landfrauen Kuchen mitnehmen. An alles ist gedacht. (apl)

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