Gemeindevertreter gegen Abschalten der Straßenlampen – Entwässerungssatzung auf Dezember vertagt

In Haunetal bleibt das Licht an

Zurück auf der politischen Bühne: Fritz Krauser wurde von Axel Schreiber (links) und Wolfgang Schmidt als neuer Gemeindevorstand vereidigt. Foto: Struthoff

Holzheim. Der spannendste Tagesordnungspunkt der Gemeindevertretersitzung in Haunetal fiel aus: Über die Änderung der Entwässerungssatzung wollen die Volksvertreter erst in der nächsten Sitzung am 10. Dezember entscheiden. Verständlich, denn erst in der vergangenen Woche haben die Kommunalberater von Allevo ihren 32-seitigen Entwurf für eine neue Gebührenkalkulation vorgestellt.

Das komplexe Vertragswerk wollen die Kommunalpolitiker nun erst in Ruhe durcharbeiten und waren deshalb einstimmig für den SPD-Antrag auf Vertagung. Auch sonst ging es an dem stürmischen Novemberabend in Holzheim einmütig zu.

Zunächst betrat wieder ein alter Bekannter die politische Bühne der Marktgemeinde. Alt-Bürgermeister Fritz Krauser wurde als neuer Beigeordneter vereidigt. Er folgt auf Jens Franzkowiak, der sein Amt niedergelegt hat. Zuvor war schon Peter Manns aus Wehrda als Nachrücker für den ausgeschiedenen Rainer Reul aus Oberstoppel in die CDU-Fraktion aufgenommen worden. Die Vereidigung von Krauser wurde von dem Parlamentsvorsitzenden Dr. Axel Schreiber und Wolfgang Schmidt als Vertretung für den immer noch erkrankten Bürgermeister Euler und die ebenfalls erkrankte Erste Beigeordnete Almut von Campenhausen vorgenommen. Eulers Krankmeldung reicht bis einschließlich 17. November.

Trotzdem geht in Haunetal nicht das Licht aus. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde nach Anhörung der Ortsbeiräte beschlossen, die Straßenbeleuchtung nachts nicht abzuschalten. Die CDU bedauerte dies, trug die Entscheidung aber „aus Respekt für das demokratische Votum der Ortsbeiräte mit. Die SPD begrüßte die Entscheidung und machte vor allem Sicherheitsaspekte geltend.

Ohne Aussprache und einstimmig wurde das Haushaltskonsolidierungsprogramm 2013 verabschiedet, welches zuvor von der Kommunalaufsicht genehmigt worden war.

Ebenso einstimmig genehmigten die Abgeordneten die Anschaffung einer neuen Stationsantenne im Ortsteil Kruspis für 672,95 Euro. Die Anschaffung war nötig geworden, weil bei den letzten Feuerwehreinsätzen die Sirene nicht ausgelöst wurde, da das Funksignal nicht ankam.

Wolfgang Schmidt konnte zudem eine Anfrage der SPD-Fraktion zum Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Rhina positiv beantworten. Dem Bauantrag stehe nun nichts mehr im Wege. (kai)

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