Bürgermeister Harald Preßmann: „Können stolz sein“ – Keine neuen Kredite nötig

Haunecker Haushalt erneut mit Plus

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Bodes. Trotz einiger unfreiwilliger Mehrausgaben kann Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann zufrieden sein. Er legte bei der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch in Bodes den dritten ausgeglichenen Haushalt in Folge vor. Mehr noch: Der Plan für 2016 schließt mit einem Plus in Höhe von 122 444 Euro ab.

Den geplanten Investitionen in Höhe von insgesamt 413 448 Euro stehen zudem ausreichend Einzahlungen gegenüber, sodass nicht nur keine neuen Kredite aufgenommen werden müssen, sondern die bestehenden um 271 928 Euro getilgt werden können.

Rund 5,8 Millionen Euro an Erträgen stehen etwa 5,7 Millionen Euro an Aufwendungen gegenüber. Größte Posten bei den Einnahmen sind neben den Schlüsselzuweisungen der Gemeindeanteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer sowie die Grund- und Gewerbesteuer. Aus dem neuen Kommunalen Finanzausgleich (KFA) springen für die Gemeinde „nur“ knapp 90 000 Euro raus. Bei den Ausgaben schlagen vor allem die zu zahlende Kreis-, Schul- und Gewerbesteuerumlage zu Buche sowie die wegen des neuen Kinderförderungsgesetzes gestiegenen Personalkosten für die Kinderbetreuung.

Die größten Projekte im Investitionshaushalt sind Kanalsanierungen, der fast abgeschlossene Neubau des DGH in Eitra und Restarbeiten an der Sportanlage Hauneck. Zu Diskussionen im Haupt- und Finanzausschuss hatte laut Preßmann die Erstanschaffung einer Wärmebildkamera für die Feuerwehr geführt. Die Kosten erschienen einigen zu hoch. Man habe aber eine Lösung gefunden, angeschafft werden soll nun eine Kamera für rund 10 000 Euro. Das sei zwar viel Geld, aber durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gerechtfertigt, zum Beispiel auch bei Gefahrgut.

Pro-Kopf-Verschuldung sinkt

Die Schulden der Gemeinde Hauneck werden zum Ende dieses Jahres voraussichtlich rund 4,7 Millionen Euro betragen. Die rechnerische Pro-Kopf-Verschuldung sinkt von 1556 Euro auf 1480 Euro.

Allzu euphorisch wollte Preßmann dennoch nicht sein. „Das ist beruhigend. Trotzdem müssen wir weiter vorsichtig und sparsam haushalten“, so der Bürgermeister. Es gelte, die Infrastruktur zu erhalten und gleichzeitig die Schulden gering zu halten. Die Gemeindevertreter haben nun knapp drei Wochen Zeit, um sich mit dem Zahlenwerk zu befassen. Verabschiedet werden soll der Haushalt bei der nächsten Sitzung am 23. März ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Oberhaun. Die konstituierende Sitzung des neuen Parlaments nach der Kommunalwahl findet am 11. April statt. (nm)

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