Bürgermeister Harald Preßmann legt den Haushalt für 2014 vor – „Etwas entspannter“

Hauneck schafft den Ausgleich

Harald Preßmann Foto: Archiv

Hauneck. Eigentlich könnte Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann ganz entspannt sein, denn der Entwurf der Haushaltssatzung für das Jahr 2014 weist im Ergebnishaushalt einen Überschuss von immerhin 152 552 Euro auf. 2013 hatte dort noch ein Defizit von fast 600 000 Euro gestanden. Eigentlich, denn der Gemeindechef weiß auch, dass trotzdem weiter gespart werden muss. Zudem haben dabei auch die Bürger ihr Päckchen zu tragen.

„Aufgrund der Spar- und Konsolidierungsbemühungen in den vergangenen Jahren ist die Finanzlage in Hauneck nun etwas entspannter zu sehen“, sagte Preßmann als er am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Bodes den Haushaltsentwurf einbrachte. Es sei schon beruhigend, einen ausgeglichenen Haushalt einbringen zu können, es bleibe jedoch die Kontinuität in den kommenden Jahren abzuwarten. Gerade die Schlüsselzuweisungen würden sicher wieder geringer.

Die endgültige Beschlussfassung obliegt nun den Gemeindevertretern, denen Preßmann das umfangreiche Zahlenwerk bereits in einer interfraktionellen Sitzung Anfang März vorgestellt hatte. Da es an diesem Abend keine Änderungswünsche gegeben hat, scheint die Beschlussfassung in der nächsten Sitzung mehr als wahrscheinlich. Auch der Gemeindevorstand hat den Entwurf so beraten und beschlossen.

Im Ergebnishaushalt stehen Erträgen in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro Aufwendungen von fast fünf Millionen Euro gegenüber. Den höheren Erträgen liegen höhere Leistungsentgelte, Steuererträge, Zuweisungen und Zuschüsse zugrunde. Den Löwenanteil bei den Steuereinnahmen machen die Einkommens- und die Umsatzsteuer sowie die Gewerbesteuer aus. Größte Veränderungen bei den Aufwendungen waren höhere Kosten für Sach- und Dienstleistungen sowie Personal- und Versorgungsaufwendungen. Im Investitionshaushalt klafft eine Lücke von fast 760 000 Euro. Der Schuldenstand wird Ende 2014 voraussichtlich rund 4,7 Millionen Euro betragen.

„Der Haushalt und das Investitionsprorgamm sind Grundlage für das kommunalpolitische Handeln dieses Jahres und der nächsten Jahre“, sagte Preßmann. Seit 2009 sei kontinuierlich versucht worden, den Haushalt zu konsolidieren. Gebühren und Steuern wurden erhöht – „wir mussten Beschlüsse fassen, die unsere Bürger stark belasten.“ Die meisten hätten die moderaten Erhöhungen jedoch akzeptiert und Verständnis gezeigt. Den Kommunen würden Aufgaben übertragen, die sie an den Rand der Handlungsfähigkeit brächten. „Ich nenne hier die Eigenkontrollverordnung, die Doppik, den Digitalfunk oder das Kinderförderungsgesetz“, erklärte Preßmann. „Wünschenswert ist vieles, aber nicht alles ist machbar“, betonte der Gemeindechef einmal mehr. Hintergrund

Von Nadine Maaz

Kommentare