Obwohl der Etat für 2014 ausgeglichen ist, wird das Sicherungskonzept noch einmal fortgeschrieben – einstimmige Beschlüsse

Hauneck geht beim Haushalt auf Nummer sicher

oberhaun. Diskutiert wurde erst gar nicht, als die Haunecker Gemeindevertreter am Mittwochabend in Oberhaun über den Haushalt 2014 zu entscheiden hatten. Denn die finanzielle Situation der Gemeinde hat sich zuletzt positiver entwickelt als erwartet, sodass der eigentlich erst für das kommende Jahr angepeilte Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben schon mit dem diesjährigen Etat erreicht wurde.

Gleichwohl gingen die Parlamentarier auf Nummer sicher und schrieben das – streng genommen nicht mehr erforderliche – Haushaltssicherungskonzept ein weiteres Mal fort. Es wurde genauso einstimmig beschlossen wie der Haushaltsplan und das Investitionsprogramm.

Als einziger Redner ergriff der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Bachmann das Wort und bekräftigte in seinen Ausführungen das, was Bürgermeister Harald Preßmann bereits bei der Einbringung des Etats vor wenigen Wochen beschrieben hatte (HZ berichtete).

Puffer von 150 000 Euro

Demnach profitiert die Gemeinde von erfolgreichen Spar- und Konsolidierungsbemühungen. „Wir haben 25 bis 30 Kostenstellen überprüft und reduziert“, erklärte Preßmann und verwies zudem auf einen Puffer von 150 000 Euro, der ihm sogar einen gewissen Spielraum gibt beziehungsweise schon das nächste Haushaltsjahr absichert.

Weiterer Faktor für den Ausgleich waren die erhöhten Schlüsselzuweisungen und die nach Ansicht Preßmanns moderaten Anhebungen bei Wasser und Abwasser, bei der Grund- und Gewerbesteuer sowie beiden Kindergartengebühren. „Im Vergleich mit den anderen Kommunen im Kreis und der Nachbarschaft befinden wir uns aber immer noch im mittleren oder sogar hinteren Bereich“, sieht der Bürgermeister die Gemeinde Hauneck nach wie vor gut aufgestellt.

Auch die Tariferhöhungen für sein Personal sind im Etat bereits eingearbeitet und sorgen deshalb für keine zusätzliche Belastung mehr.

Dass die Gemeinde trotzdem in diesem Jahr noch erhebliche Investitionen stemmt, das merkt Preßmann mit stolzem Unterton an. Die Erweiterung der Kindertagesstätte, der neue Sportplatz und die Dorferneuerung in Eitra führt er als Beispiele an. Auch bei der Eigenkontrollverordnung, deren Umsetzung sich in den vergangenen Jahren auf rund 4,5 Millionen Euro summierte, zählt Preßmann dazu.

Dass all das von den politischen Gremien im weitgehenden Einvernehmen und in jederzeit sachlicher Atmosphäre beschlossen wurde, dafür ist der Bürgermeister dankbar. „Wir stimmen Vieles interfraktionell ab. Deshalb können wir agieren und müssen nicht reagieren“, sagt Preßmann.

Von Karl Schönholtz

Kommentare