Gewerbesteuer steigt – Kauf von Fahrzeughalle

Hauneck erwartet 46 000 Euro mehr

Hauneck. Gewohnt einig zeigten sich die Haunecker Gemeindevertreter in ihrer letzten Sitzung in 2012. So wurde zum Ende des Jahres einstimmig beschlossen, den Gewerbesteuerhebesatz anzuheben und die Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grund- und Gewerbesteuer entsprechend zu ändern. Die Grundsteuern A und B bleiben (vorerst) gleich.

Der Gewerbesteuerhebesatz wird von derzeit 330 auf 360 von Hundert angehoben. Der Hebesatz wird als „Vomhundertsatz“ bezeichnet, ist also in Prozent zu verstehen. Für die Gemeinde wird sich das wie folgt bemerkbar machen: Bei einem Hebesatz von 360 von Hundert wird das Gewerbesteuersoll 2013 insgesamt 550 188 Euro betragen, das sind 45 849 Euro mehr als jetzt.

„Belastung überschaubar“

„Wir können jeden Euro gebrauchen, und für die Gewerbesteuerzahlenden bedeutet die Anhebung keine tiefgreifende Veränderung“, hatte Bürgermeister Harald Preßmann im Haupt- und Finanzausschuss gesagt. Auch Michael Bachmann (SPD) war mit Blick auf die steuerrechtlichen Möglichkeiten der Betroffenen der Meinung, dass die Belastung „unterm Strich überschaubar“ sei.

Die Haunecker Gemeindevertreter stimmten am Mittwochabend außerdem dem Kauf einer Fahrzeughalle für 40 000 Euro in den Döllwiesen direkt neben dem Bauhof zu, die auch als Lagerraum genutzt werden könnte. Der Feldwegeverband des Landkreises will die Halle in Unterhaun verkaufen, der Gemeindevorstand hat das Objekt besichtigt und empfohlen, es wegen der günstigen Lagen neben dem Bauhof zu kaufen, der ohnehin umgestaltet werden soll. „Das sollten wir uns nicht entgehen lassen“, meinte auch Bürgermeister Preßmann. Da die Halle eigentlich einen Wert von 46 604 Euro hat, soll dem Feldwegeverband für die Differenz eine von fünf Fahrzeughallen fünf Jahre mietfrei zur Verfügung gestellt werden.

Des Weiteren wurden die Gemeindevertreter über die Eröffnungsbilanz mit Stichtag 1. Januar 2009 informiert, die nun dem Rechnungsprüfungsamt des Kreises vorgelegt wird. Das Eigenkapital der Gemeinde beträgt demnach rund 2,9 Millionen Euro.

Parlamentsvorsteher Stefan Bolender lobte zum Jahresende die „gute, sachliche und konstruktive Zusammenarbeit“, die auch den regelmäßigen interfraktionellen Beratungen zu verdanken sei. Nach der Sitzung fand im Bürgerhaus Unterhaun noch das traditionelle Weihnachtsessen der Gemeindevertreter statt – und einen Geschenke-Tipp für Weihnachten hatte Bürgermeister Harald Preßmann auch noch: das soeben erschienene Mühlenbuch für Hauneck, Haunetal und Bad Hersfeld von Harald Neuber.

Von Nadine Maaz

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