277 Minuten TSV-Fasching in Arzell mit Tänzen, Sketchen und Musik

Grün-Weiß: Einfach heiß

Die Rhöngarde verwandelte die Bühne der Mehrzweckhalle Arzell in einen „Showtanz-Circus“. Fotos: Apel

Arzell. Wer kann da mithalten? 277 Minuten Fasching vom Feinsten und beim großen Finale röhrte Moderator Axel Spira, der zuvor souverän und witzig durchs Programm geführt hatte, den Tote-Hosen-Hit „An Tagen wie diesen“. Wer, ja wer, kann die Arzeller TSV-Fassenacht toppen, die unter dem Motto gestanden hatte „In den Farben Grün und Weiß, die TSV-Fastnacht ist heiß“?

Angefangen beim Einmarsch der Matadoren, bei der Begrüßung durch Hubert Wittner, beim Auftritt der „Minis“ des Musikzuges Eiterfeld-Arzell bis hin zur konzentriert geklopften Löffelpolka der „Fleetmoatkrähe“ – was die Arzeller und ihre Gäste, allen voran die Akteure des Eiterfelder Carnevalvereins (ECV), auf die Beine gestellt hatten, verdient höchstes Lob.

Schon die „Minis“ begeisterten mit Tänzen und Kostümen, die eine Augenweide sind. Völlig zu recht verdienten sie sich die erste Rakete. Ähnlich war es bei den zwölf jungen Frauen der rot-gold-gewandeten „Rhöngarde“, die die Bühne in einen „Showtanz-Circus“ verwandeln. Und auch die von Anette Abel trainierten „Blue Berrys“ wussten zu überzeugen: Vor großen A-B-B-A-Würfeln interpretierten sie Welthits des schwedischen Popquartetts.

Etwas ruhiger, aber nicht weniger gekonnt ließ es Lilly Zentgraf als Bauchrednerin mit ihrem Drachen Herbert angehen. Großmutter Marianne verblüffte mit unglaublichen Geschichten von ihrem Ehemann, der beim Reparieren des Wasserhahns die Wohnung unter Wasser setzte: „Er ist ein Supertalent, ein Heimwerker mit Köpfchen und zwei linke Händ’!“ Des Weiteren servierte sie gemeinsam mit Günther Vogt und Georg Nophut den Sketch „Berliner Schnauze“. Hubert Wittner berichtete, wie er beim Skifahren in Südtirol in ein Rudel wilder Schweine geriet und sich den Arm brach.

Mit einem dreifachen „Oef-oef helau!“ grüßte die mit Tänzerinnen, Elferrat, Prinzenpaaren und Sitzungspräsident Matthias Herber gekommene ECV-Abordnung. Herber begeisterte darüber hinaus mit einem Medley „niveauvoller“ deutscher Schlager. Natürlich ließ er es dabei nicht an eindeutig zweideutigen Andeutungen fehlen. De Kölsche Jeck Rainer Reul schließlich holte den Dom nach Arzell und träumte fast schon ekstatisch davon, „einmol Prinz zo sing in Arzell am Rhing …“

Die „Roten Funken“ des ECV verzückten die Narhalla mit einer Reise um die Welt, die Fußballer des TSV begeisterten als „Blues Brothers“ und Gardemädchen, die Gruppe „Deluxxe“ hip-hoppte sensationell über die Bühne und die zehnköpfige „Twirling Group Destination“ ließ Superhelden lebendig werden. Lachsalven löste der Sketch „Pflegenotstand“ des TSV-Vorstandes aus: „Krankenschwester“ Karin Schabel hatte ihre Herren voll im Griff! Fasse-nachts-Herz, was willst du mehr!

Von Wilfried Apel

TSV-Fastnacht in Arzell

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