Shanty-Chor Unterhaun feierte 15-jähriges Bestehen mit Konzert für den guten Zweck

Auf großer Fahrt

Höhepunkt des Abends waren der erste Auftritt und das Solo des jüngsten Shanty-Sängers Nils (sechs Jahre), begleitet von seinem stolzen Vater auf der Mundharmonika.

Eitra. Um sein 15-jähriges Bestehen angemessen zu feiern, hatte der Shanty-Chor Unterhaun die Haunecker Bevölkerung und alle Freunde der maritimen Musik am Wochenende zu einem Konzert in den großen Saal des Landgasthofes Wiegand nach Hauneck-Eitra eingeladen. Die Veranstaltung, deren Reinerlös der Bad Hersfelder Tafel zugute kommt, stand unter dem Motto „Nimm uns mit Kapitän …“.

Und in der Tat, die Unterhauner Shantymänner nahmen ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise über die Weltmeere und vermittelten den Besuchern während ihres zweieinhalbstündigen Programms einen Hauch von Seemannsromantik und Küstenstimmung.

Stimmgewaltige „Seebären“

Durch das kurzweilige Programm führte in bekannt unterhaltsamer, humorvoller und souveräner Art Shantykamerad Volker Henning, der dem Unterhauner Chor auch im Namen des befreundeten Shanty-Chores der Marinekameradschaft Bad Hersfeld gratulierte und den Sängern ein Geschenk überreichte.

Die 31 stimmgewaltigen „Seebären“ auf der Bühne animierten die „Landratten“ im Saal mit ihren zahlreichen populären und gekonnt vorgetragenen Seemannsliedern zum Mitsingen und Mitschunkeln und sorgten mit ihren schwung- und stimmungsvollen Darbietungen dafür, dass der „maritime“ Funke auf das Publikum übersprang.

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt des jüngsten Shantysängers Nils Gernart. Der Sechsjährige präsentierte sich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt inmitten seiner „großen“ Kameraden stolz in seiner neuen Shanty-Kluft und begeisterte das Publikum mit seiner klaren Stimme und gekonntem Sologesang.

Bei dem bekannten Evergreen „Kleine Möwe flieg nach Helgoland“ wurde Nils harmonisch und einfühlsam von seinem Vater Frank Gernart auf der Mundharmonika sowie dem im Hintergrund summenden Chor begleitet.

Stolz wie Oskar nahm der kleine Shantymann aus den Händen von Moderator Volker Henning einen Erinnerungspokal für seinen ersten öffentlichen Auftritt entgegen und wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus verabschiedet.

Aber auch die anderen Sänger wurden für ihre Darbietungen mit frenetischem Beifall und stehenden Ovationen belohnt und durften die Bühne erst nach zwei heftig erklatschten Zugaben verlassen. „Es war ein gelungener Abend für einen guten, sozialen Zweck“, lautete schließlich das Fazit.

Die zahlreichen Besucher und Freunde der maritimen Musik waren sich einig, dass ein solch großartiges Event wiederholt werden sollte. (red/nm)

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