Götter und Göttinnen bei der zehnten Weiberfastnacht im Bürgerhaus Neukirchen

Granaten im Olymp

Viel nackte Haut zeigte das Männerballett Mackenzell. Als Spartaner heizten die Herren den Damen im Bürgerhaus Neukirchen bei der zehnten Weiberfastnacht des FC 09 Neukirchen ein. Fotos: Maaz

Neukirchen. Wenn Nonnen neben Punkern schunkeln, Teufel und Engel gemeinsam feiern und Frösche auf den Stühlen tanzen, weil auf der Bühne die Herren ihre Hüften kreisen lassen, dann ist Weiberfastnacht in Haunetal-Neukirchen.

Zum zehnten Mal hatte der Damen-Elferrat des FC 09 Neukirchen am Donnerstagabend ins Bürgerhaus eingeladen. Diesmal unter dem Motto: „Die Götter haben es gut gemeint und uns zum zehnten Mal vereint. Es grüßen vom Olymp des Karnevals, die närrischen Weiber vom Haunetal.“

Die Nachwuchsgruppe Top Secret des FC 09 Neukirchen kam mit einem Tarnnetz auf die Bühne und marschierte im Militärstil.

Und Präsidentin Christiane Hofmann – als Zeus – und ihre zehn Göttinnen hatten sich wieder einiges einfallen lassen, um den über 300 Damen im Saal einen jecken Abend mit altbewährten, aber auch neuen Programmpunkten zu bieten. Schließlich lauteten die Urbestandteile allen Lebens: „Lachen, Freude, Weiber und Karneval“.

Den Auftakt machte die Nachwuchstruppe Top Secret des FC Neukirchen mit einer zackigen Darbietung im Militärlook, gefolgt von den Grubener Schippenboys, die zum ersten Mal dabei waren. Mit dem Playback klappte es zwar nicht so recht, doch die Herren im mittleren Alter zogen das Publikum mit Humor und komischen Kostümen auf ihre Seite.

Dynamisches Farbspektakel

Wilder Westen, ganz viel Glitzer und heiße Posen gab es bei den Sparkling Diamonds aus Rotensee zu sehen, die gute Stimmung gleich für den nächsten Act bereiteten: Das Männerballett Mackenzell, das passend zum Thema seines Auftritts nur spartanisch bekleidet war...

„Kaltes Bier und heiße Weiber sind die besten Zeitvertreiber“ lautete eine Lebensweisheit der Engel Family aus Kerspenhausen, die Witze und Gesang im Gepäck hatte.

Ein Hinweis auf das bisherige Fehlen von Bürgermeister Stefan Euler beim närrischen Treiben in Haunetal durfte auch bei der Weiberfastnacht nicht fehlen, und in Abwesenheit musste es das Gemeindeoberhaupt hinnehmen, zum unfreiwilligen Protagonisten eines Witzes weit unterhalb der Gürtellinie zu werden.

Den zweiten Teil des Weiberfastnachts-Programms eröffnete die Showtanzgruppe des FC 09 Neukirchen mit einem wahren Farbspektakel und überschäumendem Temperament. Etwas ruhiger ließ es das Männerballett aus Neukirchen mit seinem Puppentheater angehen, das trotzdem nicht minder viel Applaus erhielt.

Richtig Power machten dann zum Abschluss gleichermaßen die Gichtknochen Dittlofrod, die Matzeratis Mittelkalbach und die Gang 2.0 aus Steinbach, die ebenfalls zum ersten Mal dabei war. Die drei Männertruppen hatten sich nicht nur optisch einiges einfallen lassen, auch ihre tänzerische Leistung konnte sich sehen lassen. Mit ihren ebenso selbstbewussten wie witzigen Darbietungen holten sie die Damen im Saal endgültig von ihren Stühlen. „Ihr geht ja granatenmäßig ab“, freuten sich die Matzeratis aus Mittelkalbach, von denen es sogar einen kurzen Popoblitzer zu sehen gab.

Nach dem offiziellen Teil des Abends war dann natürlich längst nicht Schluss, mit Partymusik vom DJ ging es weiter. An Schlafen war nach der humorvollen Erotik auf der Bühne wohl auch nicht zu denken.

Von Nadine Maaz

Zehnte Weiberfastnacht im Bürgerhaus Neukirchen

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