Haunetals Gemeindevertreter und Nutznießer einigen sich

Windräder in Stärklos: Der Gewinn soll geteilt werden

Neukirchen. Hälfte-Hälfte: Nach zwei gescheiterten Versuchen haben sich die Haunetaler Gemeindevertreter und die Vertreter des Gemeindenutznießerwalds Stärklos nun über die Verteilung des Gewinns aus zwei geplanten Windkraftanlagen im Stärkloser Wald geeinigt.

Die Kommunalpolitiker stimmten dem Abschluss des überarbeiteten Gestattungsvertrags am Dienstagabend in ihrer Sitzung im Bürgerhaus Neukirchen bei einem Nein und einer Erhaltung zu. Der Vereinbarung nach soll die Marktgemeinde nun die Hälfte des erwirtschafteten Gewinns bekommen. Ein zwischenzeitlich ebenfalls diskutierter Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und den Nutznießern ist nun obsolet. Zuletzt hatten die Gemeindevertreter mehrheitlich eine 40/60-Lösung abgelehnt und sich erneut für eine 50/50-Verteilung ausgesprochen.

Gestattungsnehmerin des Vertrags ist die Juwi Energieprojekte GmbH, die im Vorranggebiet HEF 045 in der Gemarkung Stärklos insgesamt fünf bis sechs Windkraftanlagen plant, die allerdings noch nicht genehmigt sind. Zwei davon würden auf Flächen stehen, die der Gemeinde gehören, für die jedoch die Mitglieder der Waldgemeinschaft als sogenannte Nutznießer das Nutz- und Fruchtziehungsrecht haben. Die Gemeinde wiederum ist einer von insgesamt 24 Nutzern (wir berichteten mehrfach).

Mindestens 39 000 Euro

Entsprechend der jetzt durch die Gemeindevertretung beschlossenen und mit der Mitgliederversammlung des Nutznießerwaldes abgestimmten Vereinbarung soll der Gewinn beider Anlagen geteilt werden. Der Erlös besteht im Wesentlichen aus dem Nutzungsentgelt, das die Juwi erstmals im Jahr des möglichen Baubeginns zahlen müsste. Es beträgt bei einer Leistung von bis zu 3,5 Megawatt vom ersten bis zum zehnten Betriebsjahr sechs Prozent des Nettoerlöses, mindestens aber 39 000 Euro pro Windrad.

Bedenken hatte weiterhin Frank Wiegand (SPD), der aber auch grundsätzlich gegen die Windkraftpläne ist. Er fürchtete eine „Mogelpackung“. Auch Renate Frauenfelder (FWG) war „ein bisschen mulmig“. Sie ging aber wie der große Rest auch von einer guten Lösung aus. (nm)

Worum es in der Gemeindevertretersitzung sonst noch ging, lesen Sie in der HZ am Donnerstag.

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