Neue Erfassungsanlage für rund 400 000 Euro in Leibolz geht in Betrieb

Getreidelager eingeweiht

In Leibolz geht nach nur dreimonatiger Bauzeit eine neue Getreideerfassungsanlage der Raiffeisen-Warenzentrale Hessen-Thüringen in Betrieb. Dechant Markus Blümel (kleines Bild, rechts) segnet die neue Anlage. Foto: Burkhardt

Leibolz. Nach einer nur dreimonatigen Bauzeit geht rechtzeitig zur Ernte 2012 die neue rund 400 000 Euro teuere Getreideerfassungsanlage der Raiffeisen-Warenzentrale (RWZ) Hessen-Thüringen am Raiffeisen-Center Leibolz-Bahnhof in Betrieb.

Dechant spendet Segen

Eiterfelds Dechant Markus Blümel spendete ihr im Beisein zahlreicher Landwirte und Gäste den kirchlichen Segen. Zuvor hatte RWZ-Außenstellenleiter Erhard Mörmel die Gäste begrüßt, darunter Bauleute und Planer sowie RWZ-Abteilungsleiter Georg Publitz, VR-Bank-Direktor Alfred Etzel und Kreislandwirt Emil Funk.

Zu Jahresbeginn sei das Raiffeisen-Center in Leibolz von der VR-Bank NordRhön Hünfeld auf die RWZ Hessen-Thüringen übertragen worden, womit man die Umsetzung des nun vollendeten Projektes übernommen habe. Dieses sei zwingend notwendig gewesen, um Saatgutaufbereitung, Getreide und Dünger voneinander zu trennen. Beim Bau wurden einheimische Betriebe berücksichtigt.

Laut Mörmel bestanden zunächst Überlegungen, die bestehende Halle für die Getreidelagerung zu nutzen, was man aber wegen hoher Kosten und viel Aufwands verwarf.

Er dankte dem Bauamt des Landkreises Fulda und der Marktgemeinde Eiterfeld für die geschaffenen baurechtlichen Maßnahmen wie die erforderlichen Bauhöhen, zum Beispiel 14 Meter für den Elevator.

Außerdem erwarb die RWZ zirka 1000 Quadratmeter Fläche von der Gemeinde, die der ungestörten Verkehrsabwicklung hinter der von Bäumen eingebundenen und von außen sichtgeschützten Getreideannahmeanlage dient. Um die Tragfähigkeit herzustellen wurden 2000 Tonnen Basaltschotter in die Verkehrsflächen eingebracht. Zur Gründung und für das Fundament der Anlage wurden 35 Tonnen Baustahl sowie 275 Kubikmeter Beton verarbeitet.

Vor allem die ihr Getreide anliefernden Landwirte zwischen Rasdorf, Schenklengsfeld und Steinbach können sich über die verkehrsgünstig liegende Getreideerfassungsanlage in Leibolz und eine vorausgesagte flotte Abwicklung mit geringen Wartezeiten freuen.

Von Karl-Heinz Burkhardt

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