Mönche des serbisch-orthodoxen Klosters in Unterufhausen weihen neue Quelle

Geschenk der Gottesmutter

Segen: Abt Basilius (Mitte) besprengt die Quelle in der Baugrube der Klosterkirche mit geweihtem Wasser. Pater Justin (links) der das Kloster seit seiner Gründung bewohnt, stützt ihn, ein Novize reicht dem Abt die Schüssel mit dem geweihten Wasser. Fotos: Gefos/nh

Unterufhausen. Beim Aushub der Baugrube für die neue Kirche des serbisch-orthodoxen Klosters in Unterufhausen haben Bauarbeiter, Gäste und Mönche zu ihrer Überraschung festgestellt, dass sich auf dem freigelegten Grund der Baugrube immer wieder Wasser sammelte.

Nachdem die Mönche erst noch gerätselt hatten, ob vielleicht nur der Regen auf dem Grund der Baugrube Pfützen bildet, steht jetzt fest: Aus der südlichen Erdwand sprudeln etliche neue Quellen. Eigentlich hatte ein zuvor eingeholtes und zur Vermeidung von Problemen angefertigtes geologisches Gutachten den Baugrund für hinreichend trocken erklärt.

Eine der größeren Quellen wurde jetzt als Trinkwasser in ein Rohr gefasst. Alles aus der Wand tretende Wasser wird in eine Zisterne und von dort in den nahen Mühlbach geleitet. Mit einem Sicherheitsabstand von etwa einem Meter läuft es an der Grundmauer des bereits fertiggestellten Untergeschosses der Kirche vorbei.

Seit dem ersten Austreten des Wassers haben Bauarbeiter und Mönche täglich davon getrunken und den guten Geschmack gelobt. Bewohner und Pilger der Einsiedelei werten diese Quellen als ein Geschenk der Gottesmutter. Ihre Segnung wurde deshalb auf das Fest der Gottesmutter „Leben-aufnehmende Quelle“gelegt.

Für Besucher zugänglich

Dieser Gedenktag erinnert an ein heilendes Wasser, durch das der spätere römische Kaiser Leo der Große im fünften Jahrhundert einem Blinden die Sehkraft zurückgab und über der er eine Kirche erbauen ließ. Wie Abt Basilius nach vollzogener Wasserweihe und Liturgie in der Kapelle in seiner Predigt erklärte, geschehe es häufig, dass nahe neu gegründeten Klöstern plötzlich Quellen sprudeln, deren Wasser die Gläubigen gerne trinken und mit nach Hause nehmen. Manche dieser Quellen hätten auch heilende Wirkung. Die Bruderschaft plant, die neuen Quellen in Zukunft durch einen Brunnen vor dem Eingang zum Untergeschoss für Besucher zugänglich zu machen. (red/jce) Hintergrund

Kommentare