Haunetaler Gemeindevertreter für halbe Stelle – Mopsfledermaus stört Windkraft-Pläne

Ja zu Generationen-Projekt

Haunetal. Ohne professionelle und personelle Unterstützung geht es nicht: Die Haunetaler Gemeindevetreter haben in ihrer Sitzung am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Kruspis nun doch der halben Stelle für das Mehrgenerationenhaus (MGH) zugestimmt, und zwar einstimmig.

Im August abgelehnt

Bereits im August 2012 hatte sich Bürgermeister Stefan Euler um eine halbe Stelle für das MGH bemüht, damals hatten die Gemeindevetreter dies jedoch knapp abgelehnt. Das Projekt Mehrgenerationenhaus wird vom Bund gefördert und soll mit unterschiedlichen Angeboten an verschiedenen Orten unter anderem das Miteinander vor dem Hintergrund des demografischen Wandels fördern. Die Trägerschaft soll bezeiten der Verein „Menschen helfen Menschen“ übernehmen, noch fehlt es allerdings an ausreichender Bürgerbeteilung (die HZ berichtete mehrfach).

Nach dem Beschluss der Gemeindevertreter soll nun ab dem 1. Mai eine halbe Stelle geschaffen werden, befristet bis zum 31. Dezember 2014. Die Stelle ist bereits intern ausgeschrieben worden, und der Gemeindevorstand hat bereits eine geeignete Kandidatin im Blick. „Die Umsetzung der Angebote und Ziele des Mehrgenerationenhauses kann nur mit personeller Aufstockung gelingen“, so Euler. 2013 sollen weitere Angebote ins Leben gerufen werden, denkbar seien auch eine Hausaufgaben- und Übermittagbetreuung.

„Wir waren nicht von Anfang an überzeugt, aber jetzt wollen wir das Projekt unterstützen“, erklärte Maren Braun die Zustimmung der CDU. Auch Dr. Hans-Jörg Leister gab an, „ein laufendes Projekt nicht killen“ zu wollen.

Gestört werden indes die Pläne in Sachen Windkraft in Haunetal. Weil offenbar die Mopsfledermaus rund um die Burgruine Hauneck lebt und davon auch Flächen im Abstand von fünf Kilometern betroffen sind, ist die politisch gewollte Vorrangfläche im Bereich Wehrda laut Bürgermeister Euler nun gefährdet.

Interesse bekundet und konkrete Pläne vorgelegt für die Fläche HEF_055 hatte bereits die Juwi Holding AG (HZ berichtete). Juwi könne laut Euler aber als eine Möglichkeit etwa noch ein eigenes Gutachten zur besagten Mopsfledermaus erstellen lassen. Die Gemeinde Haunetal wird nach einstimmiger Zustimmung durch das Parlament nun eine Stellungnahme zum Teilregionalplan Energie Nordhessen des Regierungspräsidiums Kassel abgeben, die unter anderem auch den Wehrdaer Bereich betrifft.

Von Nadine Maaz

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