Ellen Bittorf koordiniert jetzt das Haunetaler Mehrgenerationenhaus

Für die Gemeinschaft

Ellen Bittorf ist seit 15. Januar mit einer halben Stelle für die Koordination des Haunetaler Mehrgenerationenhauses (MGH) zuständig. Die 44-Jährige hat schon einige Ideen. Ab nächster Woche findet ein offener Treff auch in Neukirchen statt. „Wir wollen Menschen zusammenbringen“, sagt sie. Alle Termine des MGH sollen künftig auch wieder auf der Homepage der Marktgemeinde zu finden sein. Foto: Maaz

Haunetal. Veränderung ist ein Thema, das Ellen Bittorf beschäftigt und gefällt, und verändern oder besser gesagt: voranbringen möchte sie jetzt auch das Haunetaler Mehrgenerationenhaus (MGH).

Seit 15. Januar ist Bittorf für dessen Koordination zuständig. Die 44-Jährige alleinerziehende Mutter einer sieben Jahre alten Tochter weiß wie wichtig Gemeinschaft ist und war auch zuvor schon auf der „sozialen Schiene“ unterwegs. „Der Kontakt zu Menschen war mir immer wichtig“, sagt Bittorf. „Ich möchte nicht nur Schreibtischtäterin sein.“ Wenngleich für das MGH natürlich auch einiges an Papierkram anfällt. Aktuell muss etwa die Verwendung des Fördergelds nachgewiesen werden.

Ellen Bittorf kommt aus Hohenroda, lebte einige Jahre in Haunetal und wohnt inzwischen in Hünfeld. Die gelernte Industriekauffrau hat Wirtschaftspädagogik studiert, sich als systemische Beraterin qualifiziert und im Personalbereich eines größeren Unternehmens gearbeitet. 2012 machte sich Bittorf zunächst als Unternehmensberaterin selbstständig, jetzt ist sie neben ihrem Teilzeit-Job für das MGH mit einer halben Stelle als Geschäftsführerin des Geburtshauses und Familienzentrums Fulda tätig. Die Stellenausschreibung der Marktgemeinde hatte Bittorf zufällig in der Zeitung entdeckt. „Ich fand das Thema spannend und habe viele Schnittstellen zu meiner Arbeit für das Geburtshaus entdeckt“, sagt sie. Die Stelle war vakant, nachdem Bittorfs Vorgängerin Haunetal für eine Vollzeitstelle verlassen hatte.

In den ersten Wochen hat Bittorf bereits etliche Gespräche geführt, Treffen absolviert, es galt aber auch konkrete Angebote vorzubereiten. In der kommenden Woche starten die offenen Treffs von 14 bis 17.30 Uhr in Wehrda (Montag/Mittwoch, Kulturscheune) und Neukirchen (Dienstag/Donnerstag, Rathaus) inklusive „Krabbelgruppe“. Einen Treff auch in Neukirchen anzubieten, findet Bittorf wichtig. Erlaubt ist dabei, was gefällt: Kaffeetrinken, spielen, reden, aber auch Themennachmittage sind geplant. „Wir wollen Menschen zusammenbringen“, bringt Bittorf das MGH-Konzept als Ort der Begegnung auf den Punkt.

Die „Schatzinsel“ in Wehrda möchte die 44-Jährige wieder aufleben lassen und eine Büchertauschbörse einrichten. Sie selbst lese zurzeit vor allem Fachliteratur, es dürfen gerne aber auch Krimis oder Klassiker sein. Auch ein Lebensmittellieferangebot in Kooperation mit dem Edeka soll in Wehrda eingerichtet werden. Allzu hoch stecken will Bittorf ihre Ziele aber nicht. Die Frage sei: „Was lässt sich realistisch umsetzen und hat Bestand?“

Von Nadine Maaz

Kommentare