Hauneck beteiligt sich an kreisübergreifender Infrastruktur – Neue Telefonanlage

Gemeinsame Geodaten

Hauneck. Die Gemeinde Hauneck möchte sich am Aufbau und am Betrieb einer regionalen Geodateninfrastruktur in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner beteiligen. Den einstimmigen Beschluss fällten die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Dienstagabend im Bürgerhaus Unterhaun. Gefördert wird das Projekt vom Land Hessen.

„Das ist eine tolle Sache, da sollte man dabei sein“, hatte Bürgermeister Harald Preßmann für die Beteiligung geworben. Der Nutzen sei größer als die Kosten im dreistelligen Bereich.

Die gemeinsame Geodateninfrastruktur soll über die reine Katasterauskunft hinaus alles erfassen, „was unter der Erde liegt“, also zum Beispiel auch Auskunft über Kanäle oder Telefonleitungen geben. Nützlich sein könnte eine solche Datenbank zum Beispiel bei der Bauleitplanung, der Ver- und Entsorgung oder beim Flächenmanagement. Bislang stünden Geodaten nur in lokalen, behördeninternen und geschlossenen Systemen zur Verfügung. Mit Hilfe der Geodateninfrastruktur soll ein offener und fachübergreifender Zugang zu allen verfügbaren Daten geschaffen werden, und zwar für einen breiten Nutzerkreis – etwa auch für Bürger oder Architekten.

Umgesetzt werden soll das vom Amt für Bodenmanagement in Homberg/Efze unterstützte Projekt aber erst, wenn die Förderung bewilligt ist. Die Gemeinde würde das Projekt je nach Fördersumme zwischen rund 350 und 390 Euro kosten.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die dritte Änderung des Bebauungsplans Döllwiesen in Unterhaun mit der gleichzeitigen Aufhebung des bislang geltenden vorhabenbezogenen Bebauungsplans, nachdem die Unterlagen öffentlich ausgelegt worden sind. Dies hatten die Gemeindevertreter bereits im März beschlossen, um den Weg frei zu machen für ein neues Gewerbe. Neben dem Rewe-Markt hat sich bekanntlich das Planungsbüro Sattler niedergelassen, erlaubt war bislang jedoch nur ein Getränkehandel.

Eine neue Telefonanlage gibt es mit dem Okay der Gemeindevertreter für die Haunecker Verwaltung. Die jetzige Anlage war 1986 angeschafft worden, und da eszuletzt immer wieder Probleme gegeben habe, müsse nun eine neue her. Ursprünglich hatte man vorgehabt, eine Anlage zu leasen, da dies aber letzlich teurer sei, hat der Gemeindevorstand beschlossen, die Telefone zu kaufen. Rund 7 290 Euro fallen dafür außerplanmäßig an.

Eine Übersicht über alle Aufwendungen und Erträge der Gemeinde von Januar bis September 2013 legte Kassenverwalter Sascha Gilbert vor. Laut Bürgermeister Preßmann gibt es bislang keine „gravierenden Abweichungen“. Die größten Schwankungen im Haushalt machten aber ohnehin die Zuweisungen und die Gewerbesteuereinnahmen aus.

Von Nadine Maaz

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