Auch Eiterfelder und Haunetaler in Bürgerinitiative

Gegen Windkraft am Stoppelsberg

Eiterfeld/Haunetal/burghaun. Mit dem Ziel die geplante Vorrangfläche für Windenergieanlagen (FD 008) in der Gemarkung Steinbach (Burghaun) zu verhindern, hat sich im Dezember die Bürgerinitiative „Gegenwind am Stoppelsberg“ gegründet. Zur Gründungsveranstaltung zählte der Verein nach eigenen Angaben bereits 60 Mitglieder, die vor allem aus den Orten Steinbach sowie Dittlofrod und Körnbach in Eiterfeld und Oberstoppel und Unterstoppel in der Marktgemeinde Haunetal kommen.

Zum geschäftsführenden Vorstand des Vereins gehören als 1. Vorsitzender Martin Lohfink, als 2. Vorsitzender Christian Heß, als Schriftführer Herbert Horatschek und als Kassierer Andreas Kiel.

Zerstörung des Lebensraums

Die Bürgerinitiative ist gegen die Windkraftpläne am Stoppelsberg, weil sie die Zerstörung von Flora und Fauna und die Zerstörung des Lebensraums für den Menschen befürchtet. Den Projektierern wirft sie Profitgier vor. Weiterhin gehen sie von einem Wertverlust der umliegenden Orte aus, was sich auch auf den Tourismus auswirke und neue Baugebiete unmöglich oder unattraktiv mache. Von der der Gemeindevertretung der Marktgemeinde Burghaun und ihrem Bürgermeister fordern die Initiatoren die parteiübergreifende Ablehnung des Windvorranggebietes und die Erstellung eines Gutachtens, das die artenschutzrechtlichen Gründe untermauere.

Prozentuale Vorgaben

Das zuvor aus naturschutzfachlichen Gründen nicht berücksichtigte Gebiet FD 008 mit 107 Hektar ist nach Meinung der BI in die zweite Offenlegung des Regionalplans im Februar 2015 mit aufgenommen worden, um die prozentuale Vorgabe zu erfüllen, nach der zwei Prozent der Landesfläche für die Energiegewinnung durch Windkraft genutzt werden sollen. Das Gebiet umfasst die Bereiche Wildkaute, Salzberg, Hurasweiher und Aspenfeld. Darauf könnten circa 20 Windkraftanlagen mit einer Höhe von 200 bis 250 Meter entstehen. (red/nm)

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