Witwe des tödlich verunglückten Bürgermeisters (CDU) stellt sich zur Wahl

Burghaun: Gabriele Atzler tritt zur Wahl an

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Kandidiert: Gabriele Atzler (CDU).

Burghaun. Gabriele Atzler will Bürgermeisterin von Burghaun werden. Der Gemeindeverband der CDU hat die Witwe des am 29. Juni mit 57 Prozent gewählten, aber noch vor Amtsantritt tödlich verunglückten Wolfgang Atzler mit großer Mehrheit nominiert.

Als Wahltermin haben die Burghauner Gemeindevetreter unterdessen den 30. November festgelegt. Weil die Hessische Gemeindeordnung (HGO) für diesen speziellen Fall keine Regelung vorsieht, hatte der Fachdienst Wahlen im Landratsamt den Burghaunern nach Rücksprache mit dem Innenministerium zunächst den 23. November als Wahltag ans Herz gelegt. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Gerhard Kaiser (SPD) hatte die HGO anders ausgelegt und einen Termin im Januar 2015 ins Spiel gebracht. Im Ältestenrat der Gemeindevertretung einigten sich alle Fraktionen jedoch auf den 30. November.

Sollte eine Stichwahl erforderlich werden, wird diese am 21. Dezember stattfinden.

Die 44-jährige Pädagogin Gabriele Atzler, die derzeit als Schulamtsdirektorin in Fulda arbeitet, hatte sich bei der CDU in einer engagierten Rede vorgestellt. Ihre Kandidatur als Bürgermeisterin werde sicherlich viele überraschen und nicht wenigen auch befremdlich erscheinen, sagte sie. Die Wahl Wolfgang Atzlers sei von vielen Hoffnungen und Erwartungen begleitet gewesen. Dessen Ziele, nämlich transparente, ehrliche und bürgernahe Politik für die Marktgemeinde zu machen, teile sie. Doch sie trete nicht an, um die Arbeit ihres Mannes zu vollenden, sondern sie stehe mit ihren eigenen Begabungen, Ideen und Wertvorstellungen da. Beispielsweise in den Themenfeldern Familienpolitik und Infrastruktur wolle sie eigene Akzente setzen. Sie fühle sich Burghaun, wo sie seit 17 Jahren lebe, verbunden. Der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Walter Arnold ist überzeugt, dass die Kandidatur Atzlers gut für Burghaun sei und sie eine gute Bürgermeisterin werde.

Weitere Kandidaten stehen noch nicht fest. Wolfgang Atzler hatte sich im Juni gegen den langjährigen Amtsinhaber Alexander Hohmann durchgesetzt. (zi)

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