Theatergruppe Rhina präsentierte den „Klub der Pantoffelhelden“ mit großem Erfolg

Frauen die Stirn bieten

Jede Menge Spaß hatten sowohl die Mitglieder der Theatergruppe Rhina als auch das Publikum bei der gelungenen Vorstellung des „Clubs der Pantoffelhelden“ in Rhina. Fotos: Jeuthner

Rhina. Wieder einmal ist es der Theatergruppe Rhina gelungen, ihren Gästen im ausverkauften „Haus“ – der Rohrbachschen Scheune – mit dem Stück „Klub der Pantoffelhelden“ von Hans Schimmel einen überaus vergnüglichen Abend zu bereiten.

Drei Männer, Willi (Heiko Grobek), Peter (Bernd Gensler) und Friedrich (Lars Bolender, allesamt sehr überzeugend!) sind verheiratet (sprich: geschlagen) mit Frauen, durch deren Erziehung sie im Laufe der Zeit zu echten Pantoffelhelden mutierten. Dass sie neben ihren beruflichen Tätigkeiten auch noch den gesamten Haushalt versorgen müssen, während die teuren Gattinnen sich im Café vergnügen, daran haben sie sich mittlerweile gewöhnt. Zum Ausgleich gönnen sich die Herren ab und an trotz nahtloser Überwachung einen kleinen Ausflug in den Nachtklub „Zur feuchten Grotte“, um ihre Favoritin Carmen (supersexy: Karen Grösch) zu besuchen. Dort geben sie vor, unverheiratet zu sein und allein zu wohnen.

Zur gleichen Zeit hat sich der gemeinsame Freund und Macho Richie (Markus Göller) vorgenommen, die drei aus dem Joch der Unterdrückung zu befreien. Dazu hat er ein Trainingsprogramm ausgearbeitet, das helfen soll, den Ehefrauen endlich die Stirn zu bieten.

Hausmeisterin sieht alles

Als nun Carmens Wohnung renoviert werden soll und sie Unterschlupf bei Willi sucht, kommt es fast zur Katastrophe, hauptsächlich veranlasst durch Hausmeisterin Christine Zausel (umwerfend: Margarethe Rohrbach), die nach dem Motto handelt „Gott sieht alles, die Nachbarschaft noch mehr“.

Als das Trainingsprogramm Richies nicht den gewünschten Erfolg bringt, plant er einen massiveren Angriff auf die Ehefrauen (Ella: Simone Grobek, Susanne: Michelle Zigahn, Ricarda: Tanja Krüger – alle drei perfekt!). Nun geben die Freunde vor, zur Fremdenlegion zu gehen, schaffen es tatsächlich, ihren Frauen die Stirn zu bieten und erreichen endlich die glückliche Versöhnung. Richie hat indessen sein Herz für Carmen entdeckt und ihr einen Heiratsantrag gemacht.

Die Lachmuskeln der Zuschauer wurden heftig strapaziert, daran änderte auch nichts, dass in diesem Stück kein Klischee ausgelassen wurde, ganz im Gegenteil. Die Darsteller waren absolut überzeugend und der Szenenapplaus, der das Spiel auf der Bühne immer wieder unterbrach, gab ihnen recht und bestätigte einmal mehr Regisseur Wolfgang Göltner.

Zum großen Erfolg dieser Vorstellung trug auch die unsichtbar agierende Souffleuse Anita Klesch bei, für gutes Licht sorgte Erik Grösch und für die Maske war Andrea Göltner zuständig.

Von Elfriede Jeuthner

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