Gemeindebrandinspektor zieht Bilanz: Weniger Einsätze, aber mehr Tote

Feuerwehrleute packen an

Beförderte, Geehrte und Honoratioren bei der Freiwilligen Feuerwehr Haunetal: Der dritte von rechts ist Bürgermeister Gerd Lang, im Hintergrund halb verdeckt der Gemeindebrandinspektor Daniel Streibler, ganz links Kreisbrandmeister Udo Mohr und dritter von links Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Spoelstra. Der fünfte von links ist der Gemeindejugendfeuerwehrwart Sven Meißner. Foto: Jeuthner

Neukirchen. Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Haunetal zog Gemeindebrandinspektor Daniel Streibler für das Jahr 2014 Bilanz. 429 aktive Mitglieder inklusive der Jugendfeuerwehr leisteten im vergangenen Jahr bei ihren Einsätzen den Einwohnern Haunetals und Umgebung Schutz und Hilfe. „Im vergangenen Jahr war es ruhiger“, erklärte Streibler, jedoch habe die Zahl der Einsätze mit Todesfolge zugenommen.

Bei sechs Brandeinsätzen seien mit 19 Wehren und 147 Personen 142 Stunden geleistet worden; vier Brandmeldeanlagen hatten den Einsatz von 18 Wehren mit 141 Personen und 101 Stunden erfordert. Darüber hinaus gab es zwölf Einsätze technischer Hilfeleistung, an denen 17 Wehren mit 111 Personen und 228 Stunden beteiligt waren und zwölf Brandsicherheitsdienste bei Veranstaltungen. Für Einsätze im Jahr 2014 habe die Feuerwehr insgesamt etwa 5 000 Euro in Rechnung gestellt.

Der Haushalt sei ein spannendes Thema gewesen, sagte Streibler. Zwar wurden erstmalig fast 10 000 Euro für Material und Kleidung bereitgestellt, die Führerscheine für das zukünftige Fahrzeug seien jedoch nicht berücksichtigt worden. Streibler wies in diesem Zusammenhang auf die Fördermöglichkeiten durch das Land Hessen für das neu anzuschaffende Fahrzeug für Neukirchen hin, das in den nächsten drei Jahren ersetzt werden müsse. Durch diese Förderung kämen auf die Gemeinde Kosten in Höhe von etwa 80 000 Euro zu.

Fahrzeug selbst umgebaut

Wo immer möglich, packen die Feuerwehrleute selbst mit an, so auch bei der Beschaffung eines Gerätewagens (GW-L 1). Das vorhandene Fahrzeug wurde nach 41 Jahren ausgemustert, ein gebrauchtes Fahrzeug beschafft und durch Mitglieder der FFW Neukirchen umgebaut. Die Gemeinde habe dann noch zwei Schlauchtransportwagen beschafft. Durch den eigenen Umbau sei es möglich gewesen, den gesetzten Kostenrahmen von 35 000 Euro einzuhalten, betonte Streibler.

„Auch mit den baulichen Maßnahmen geht es weiter“, so Streibler. Das neue Feuerwehrhaus in Rhina habe inzwischen Richtfest gefeiert, und auch der Umkleideraum der Feuerwehr Wetzlos/ Schletzenrod sei fertiggestellt. Dieser sei in Eigenleistung durch die Ortsteilwehr umgebaut worden. Mittlerweile sei auch bei den hiesigen Wehren der Digitalfunk verfügbar, allerdings noch nicht uneingeschränkt, weil die entsprechenden Melder voraussichtlich erst 2016 kommen und deswegen verschiedene Anbindungen fehlen.

Lobend erwähnte Streibler auch den Zusammenschluss der Wetzloser/ Schletzenröder und Stärkloser Wehren. Die Gemeindevertretung und die Brandschutzaufsichtsbehörde hätten dem Beschluss der Wehren zugestimmt, nun warte man auf den Bescheid der zuständigen Stelle.

In die feuerwehrtechnische Ausbildung des Nachwuchses – immerhin sieben Mädchen und 34 Jungen – und in die allgemeine Jugendarbeit seien 2014 über 500 Stunden investiert worden, berichtete Gemeindejugendfeuerwehrwart Sven Meißner. Besonders positive Eindrücke habe bei den Jugendlichen offensichtlich das Zeltlager in Wehrda mit Nachtwanderung und Kanutour auf der Fulda hinterlassen. Für die wiederholte sehr erfolgreiche Sammlung für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden sie besonders geehrt. Texte links

Von Elfriede Jeuthner

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