Konstituierende Sitzung des Parlaments in Haunetal – Schreiber bleibt Vorsitzender

Rechenfehler führt zu Geldsegen

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Gratulation fürs Geburtstagskind: (von links) Alt-Bürgermeister Hein-Peter Möller leitete bis zur Wahl von Dr. Axel Schreiber als Alterpräsident die Sitzung der Gemeindevertretung in Haunetal. Bürgermeister Gerd Lang und Schreiber gratulierten dabei auch gleich zum 72. Geburtstag.

Haunetal. Es war schon ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk für Hein-Peter Möller. Genau an seinem 72. Geburtstag durfte der Alt-Bürgermeister von Haunetal als Alterspräsident die konstituierende Sitzung des Gemeindeparlaments leiten.

Zuvor hat Bürgermeister Gerd Lang die gewählten Gemeindevertreter begrüßt. „Das Gesicht des Parlaments hat sich nach der Wahl deutlich verändert“, sagte er mit Blick auf die neue Kraft „Gemeinsam für Haunetal“ (GfH). Er wünschte allen, dass sie Haunetal in der Legislaturperiode weiter nach vorn bringen.

Dem schloss sich auch Hein-Peter Möller an, der sich „positive Schlagzeilen“ über die Marktgemeinde wünschte. Danach ging es Schlag auf Schlag. In einem gemeinsamen Wahlvorschlag hatten sich SPD, CDU und GfH auf Dr. Axel Schreiber (CDU) als Kandidaten für das Amt des Vorsitzenden der Gemeindevertretung geeinigt. Er wurde dann auch einstimmig wiedergewählt und konnte Möller am Rednerpult ablösen.

Bei der Besetzung der zahlreichen Ausschüsse gab es zwar in einigen Fällen Gegenkandidaten, doch die SDP/GfH-Fraktion setzte sich mit ihrer einen Stimme Mehrheit durch. So scheiterte beispielsweise der Versuch der CDU, Marius Tegl statt Bürgermeister Lang ins Müll-Parlament zu entsenden. Die CDU wollte damit nach Aussage von Timo Lübeck „die Verwaltung entlasten“.

In geheimer Wahl wurde dann über den Gemeindevorstand abgestimmt. Neuer Erster Beigeordneter ist Wolfgang Schmitt (SPD), der Almuth von Campenhausen in diesem Amt ablöst. Weitere Vorstandsmitglieder sind Lothar Herbst und Ulrike Klawonn (beide GfH), Udo Möller (SPD), Karin Wagner-Pilot und Alfred Ruppel (beide CDU).

Nachdem das Parlament wieder arbeitsfähig war, mussten die Gemeindevertreter auch gleich ran. Einstimmig beschlossen die Kommunalpolitiker, das Mehrgenerationenhaus Haunetal auch in der kommenden Förderperiode von 2017 bis 2020 weiterzuführen. Vom Bund werden dafür jährlich Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Ko-Finanzierunganteil der Gemeinde beträgt 10.000 Euro, diese Summe ist bereits im Haushalt eingestellt. Vertreter aller Parteien hatten vor der Abstimmung betont, wie wichtig und überaus sinnvoll die Arbeit des Mehrgenerationenhauses ist.

In einem Eilantrag mussten die Gemeindevertreter dann noch einen Fehler mit angenehmen Auswirkungen bereinigen. Bei der Haushaltsprüfung war aufgefallen, dass durch einen Rechenfehler 50.480 Euro zu wenig im Ergebnishaushalt standen. Einmütig stimmten die Delegierten dieser positiven Veränderung des Haushalts zu.

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