Rekord: 804 Teilnehmer waren bei „Eiterfeld bewegt sich“ für den guten Zweck aktiv

Fast 3000 Euro erlaufen

Für den guten Zweck im Einsatz: Mechthild Klee, Primerose Chiuyu aus Simbabwe, Gerhard Schäfer und Holger Quanz (von links). Foto: Hohmann

Eiterfeld. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmer Lauftemperatur sind am Wochenende die 804 Teilnehmer der Benefizveranstaltung „Eiterfeld bewegt sich“ die unterschiedlichen Strecken über fünf, zehn und 15 Kilometer gelaufen.

Jeder Teilnehmer spendete 2,50 Euro, die Apotheke Wolfschlag legte für jeden Läufer einen weiteren Euro drauf. Dieses Jahr ist die Spende für das Waisenhaus der Jesuitenmission in Makumbi (Simbabwe) gedacht. Die Mitarbeiterin und Missionsdominikanerin Primerose Chiuyu berichtete vor Ort über das Waisenhaus.

Fast alle Vereine unterstützen

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Frei nach Erich Kästner muss man die Eiterfelder zu guten Taten nicht zweimal auffordern. Fast jeder Bürger ist in mindestens einem Verein, und wenn der Rhönklub mit Gerhard Schäfer und der SC Eitra Dynamit mit Holger Quanz zur Benefizveranstaltung aufrufen, werden sie von fast allen Eiterfelder Vereinen aktiv unterstützt.

„Es kommt nicht auf die Schnelligkeit der Läufer an. Die Teilnehmer wandern, walken oder joggen“, erklärt Quanz. Auf allen Strecken werden Getränke und Snacks gereicht, für jede Strecke gibt es einen Pokal. Auch die größte Gruppe, die sich zusammen findet, wird mit einem Pokal ausgezeichnet. Das war auf allen drei Strecken die Lichtbergschule Eiterfeld. Aber die Truppe zeigte sich gönnerhaft und behielt nur den Pokal für die fünf Kilometer selbst. Die Trophäe für die zehn Kilometer gab sie an die zweitstärkste Gruppe ab, die Grundschule Eiterfeld, die für 15 Kilometer bekamen die Messdiener und der katholische Kindergarten Eiterfeld.

An den Zwischenstationen waren wieder viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Mit 804 Teilnehmern wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Der Erlös der Läufer betrug 2010 Euro, hinzu kamen 804 Euro der Apotheke und die Einnahmen aus Kaffee und Kuchen.

Der Leiter des Waisenhauses in Makumbi ist der Jesuit Heribert Müller. Er ist der Bruder der Eiterfelderin Mechthild Klee. Erste Kontakte mit Müller waren beim Tag der offenen Tür in der Lichtbergschule Eiterfeld geknüpft worden. In dem Kinderdorf leben etwa 100 Waisenkinder, viele haben ihre Eltern durch HIV/Aids verloren und eine schlimme Zeit hinter sich, berichtete Primerose Chiuyu. Neben dem Kinderdorf gibt es eine Kirche, ein Krankenhaus, einen Kindergarten und eine Grund- und Oberschule. Über 200 Schüler, darunter auch welche aus dem Kinderdorf, verlassen die Missionsstation mit Mittlerer Reife oder Abitur. „Jedes Kind hat die Gelegenheit, seine Talente zu entwickeln. Die Spende aus Eiterfeld ist eine große Unterstützung und hilft dem Projekt sehr weiter“, bedankte sich die Missionsdominikanerin.

Eiterfelder laufen seit Jahren

Die Eiterfelder laufen seit Jahren Anfang Mai für einen guten Zweck. Die seit 2007 erlaufenen über 27 000 Euro gingen nach dem schweren Haiti-Erdbeben an ein Miserior-Projekt für Straßenkinder in Haiti. Dank der Starthilfe aus Eiterfeld ist es inzwischen ein Selbstläufer.

Von Christa Desoi

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