Carina Griesel und die Philippinisch-Katholische Gemeinde laden zum Marienfest ein

Farbenfrohe Prozession

Carina Griesel ist Philippinin, lebt aber seit 1975 in Deutschland. Für den 18. Mai hat sie eine Marienprozession in Eiterfeld geplant. Das Foto zeigt Griesel und andere Frauen in der Kirche mit traditionellen Gewändern. Foto: Maaz

Eiterfeld. Als Carina Griesel vor fast 30 Jahren nach Eiterfeld kam, war sie die erste Philippinin dort. Im Jahr 2000 rief sie die Philippinisch-Katholische Gemeinde Eiterfeld ins Leben, der mittlerweile 25 aktive Mitglieder angehören, die unter anderem auch aus Fulda oder Bad Sooden kommen.

Die Gemeinschaft ist an die Ortsgemeinde angeschlossen. Einmal im Monat, an jedem dritten Samstag, trifft sich die philippinische Gemeinde in der St.-Georg-Kirche, um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern – auf Deutsch, Englisch oder in philippinischer Sprache. Gestaltet wird der Gottesdienst in Muttersprache unter anderem von Melchor Braga, „unserem Leader“, sagt Griesel. Für Samstag, 18. Mai, hat die Philippinisch-Katholische Gemeinde Eiterfeld gemeinsam mit zwei Gemeinden aus Gründau und Kassel ein großes Marienfest mit Prozession durch Eiterfeld geplant.

Über 200 Teilnehmer erwartet

Über 200 Teilnehmer aus Frankfurt, Kassel und anderen Städten in der Umgebung erwartet Griesel als Organisatorin des Festes, auch der philippinische Konsul aus Berlin wolle kommen. „Wir haben hier in Eiterfeld mit der St.-Georg-Kirche eine große und gemütliche Kirche, Melchor Braga wollte das Fest gerne hier feiern“, erzählt die 68-Jährige. Ein solches Fest findet zum ersten Mal in Eiterfeld statt.

Um 11 Uhr geht es am 18. Mai mit einem Gottesdienst in der St.-Georg-Kirche los, anschließend startet die Prozession, die über die Hünfelder Straße, die Raiffeisenstraße und die Marktstraße wieder zur Kirche geht. Nach der farbenfrohen Prozession mit bunten Gewändern und Fahnen wird in der Mehrzweckhalle in Arzell weiter gefeiert. Neben den philippinischen Katholiken sind auch nicht-philippinische Gäste gern gesehen. „Jeder ist willkommen“, versichert Griesel, deren Wohnung mit allerlei christlichen Symbolen und Bildern dekoriert ist. Die Besucher können sich nicht nur über die philippinische Kultur informieren, es werden natürlich auch typische Speisen angeboten, von gebratenen Nudeln über Fisch bis hin zu Frühlingsrollen.

Große Marienfrömmigkeit

„In Manila, der Hauptstadt der Philippinen, wird das Marienfest im Mai überall groß gefeiert, in jeder Straße ist etwas los“, sagt Griesel. Auf den Philippinen herrscht eine große Marienfrömmigkeit. Die 68-Jährige selbst war zuletzt 1998 in ihrem Heimatland. Als sie 1975 nach Deutschland kam, wollte sie eigentlich nur eine Verwandte in Bad Orb besuchen. Weil in einem Hotel dort eine Aushilfe gesucht wurde, die gut Englisch sprach, heuerte sie in dem Betrieb an. In ihrer Heimat hatte sie als Friseurin gearbeitet. In dem Hotel lernte sie auch ihren späteren Mann Karl Griesel aus Eiterfeld kennen. Seit 1985 lebt Carina Griesel nun in der Marktgemeinde. Hintergrund

Von Nadine Maaz

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