21 Eiterfelder trafen sich zur Gründung des Vereins „Miteinander füreinander“

Den ersten Schritt getan

Miteinander füreinander: Den Vorstand des neuen Vereins bilden (hinten von links): Sabine Herzog Bönch, Stefan Dietrich, Manuela Menten, Tanja Bongartz sowie (vorne von links): Oliver Wiegand, Karsten Evers und Georg Wiegand. Foto: Desoi

Eiterfeld. 21 Bürger der Marktgemeinde Eiterfeld haben sich in der vergangenen Woche getroffen, um den Verein „Miteinander füreinander“ zu gründen, der die Bürger- beziehungsweise Nachbarschaftshilfe in allen Ortsteilen voranbringen soll (wir berichteten bereits). Auf der Gründungsversammlung wurden die notwendigen sieben Vorstandsmitglieder gewählt.

Die Gemeindevertretung Eiterfeld beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit dem demografischen und sozioökonomischen Wandel. Arbeitskreise wurden gebildet und eine Bestandsaufnahme gemacht. Mit Blick auf die Erstellung des sogenannten integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) wurden Vorschläge diskutiert. Ein konkretes Beispiel ist das Sterben der kleinen Einkaufsläden in den Ortsteilen, zum Beispiel in Großentaft. Viele ältere Mitbürger, einige noch ohne Führerschein, stehen dann vor dem Problem: Wie kann ich in Zukunft einkaufen, wenn der nächste Laden 2,5 Kilometer entfernt ist?

Vielfältiges Angebot

Aber auch andere Fragen drängen sich auf: Wie komme ich zum Arzt, wenn der Bus nur morgens und abends fährt? Hier könnte die Nachbarschaftshilfe mit einem privaten Fahrdienst oder der Organisation eines Sammeltaxis oder -busses weiterhelfen.

Die Nachbarschaftshilfe möchte aber noch viel mehr anbieten: Besuchsdienste, Einkaufen, stundenweise Betreuung von Kindern durch eine „Leihoma“ oder einen „Leihopa“, Hilfe bei Hausaufgaben, Haustierbetreuung, kleine Gartenarbeiten oder kleine Reparaturarbeiten. Das Angebot wird von der Menge und den Qualitäten der Helfer abhängen. Dank der Vorarbeit des ehemaligen Schulleiters Hartmut Dönch wurde den Gründungsmitgliedern der Entwurf einer Satzung vorgelegt, die ausgiebig diskutiert wurde. Dabei ging es unter anderem um die Kinderbetreuung und die damit verbundenen Erfordernisse an die Betreuungspersonen. Die Helfer, die sich für ihre Mitmenschen engagieren, sind durch den Verein bei Unfällen versichert. Den Hilfesuchenden kann nur dann Hilfe gewährt werden, wenn sich ein entsprechend qualifizierter Helfer des Vereins dazu bereiterklärt.

Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, der als Wahlleiter fungierte, äußerte sich angenehm überrascht über die große Resonanz, mit der die Vereinsgründung angenommen wurde. Scheich unterstrich den hohen Stellenwert der freiwilligen Dienste für ein funktionierendes Miteinander. Rein auf politischer Ebene seien die Herausforderungen des demografischen Wandels nicht zu stemmen. Deshalb freue er sich über die Gründung des Vereins und die Bereitschaft, ehrenamtlich aktiv zu werden. Selbstverständlich unterstütze die Marktgemeinde den Verein finanziell und ideologisch.

In den Vorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender Stefan Dietrich 2. Vorsitzende Tanja Bongartz, Schriftführerin Manuela Menten, Kassiererin Sabine Herzog Bönch, Beisitzer : Karsten Evers, Oliver Wiegand, Georg Wiegand, Kassenprüfer: Theo Kohlmann und Andreas Spies. Eine Kontakttelefonnummer wird der Vorstand im neuen Jahr bekannt geben.

Von Christa Desoi

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