Konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung in Hauneck

Hauneck hat ein neues Parlament

Mehr Licht: Goethes angeblich letzte Forderung ist im lichtdurchfluteten Dorfgemeinschaftshaus in Eitra bestens umgesetzt. Entsprechend erhellend war auch die konstituierende Sitzung des Gemeindeparlaments

Eitra. Die Premiere in neuen, lichtdurchfluteten Dorfgemeinschaftshaus in Eitra ist gelungen: Reibungslos und einmütig einigten sich die neu gewählten Gemeindevertreter in ihrer konstituierende Sitzung am Mittwochabend auf die Besetzung der wichtigen Gremien.

Zu Beginn der Sitzung betonte Bürgermeister Harald Preßmann, dass alle Gewählten großes Vertrauen von den Bürgern erhalten hätten. „Wir wollen auch künftig vertrauensvoll und engagiert miteinander umgehen“, sagte der Rathauschef.

Dann übernahm Georg Ruppel als Alterspräsident die Leitung der Sitzung. In einer kleinen Rede würdigte er die Verdienste von jüngst verstorbenen Gemeindevertretern für die Entwicklung von Hauneck. Als Herausforderungen für die neue Legislatur nannte er zu allererst den Weiterbau der B 27 und die damit verbundene Umsiedlung des Rewe-Marktes, den Bau der Unterführung in Unterhaun und die Kanalsanierung.

Einstimming wurde dann Stephan Bolender von der SPD zum neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung gewählt. Auch er hoffte auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dieser Wunsch ging zumindest bei den folgenden – stets einstimmigen – Wahlen für die Besetzung des Gemeindevorstands und der Gremien in Erfüllung. So wurde dann auch erwartungsgemäß Georg Ruppel von der SPD erneut zum Ersten Beigeordneten der Gemeinde bestimmt. Auch die Gültigkeit der Kommunalwahlen für die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte wurde einstimmig beschlossen.

Neben diesen Formalitäten, die am Anfang einer jeden Legislaturperiode stehen, gab es aber auch noch einen handfesten Tagesordnungspunkt. Ebenfalls einstimmig brachte die Gemeindevertretung einen Dinglichkeitsantrag zum Windpark Buchenau auf den Weg. Dabei handele es sich um eine Ergänzung früherer Einwände zu dem umstrittenen Projekt, erklärte Bürgermeister Preßmann.

Man sehe vor allem den Flächennutzungsplan und den Denkmalschutz im Ortsteil Bodes durch das Vorhaben gefährdet. Preßmann plädierte dafür, dass der Mindestabstand der Weindkraftanlagen 2000 Meter und nicht nur 1000 Meter von der Wohnbebauung betragen solle. „In Bodes herrscht Natur pur, das wollen wir nicht gefährden.“, sagte der Bürgermeister.

Unterstützung für diese Linie kam auch von Michael Bachmann, dem Fraktionschef der SPD: „Wir wollen mit diesem Antrag ein Zeichen setzen, wir bekennen uns zwar zur Windkraft, aber wir wollen dabei auch auf die Lebensqualität achten“, sagte er.

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