Galloway-Züchter Johannes Bock aus Buchenau setzt die Arbeit seines Vaters fort

Erfolge nicht von ungefähr

Hoch oberhalb von Buchenau: Johannes Bock mit zwei seiner Galloways. Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Buchneau. Erneut ein toller Erfolg für die engagierte Galloway-Züchterfamilie Bock in Buchenau: Auf der Bundesschau für extensive Fleischrinder anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2014 in Berlin stellte sie mit dem Bullen „Rob Roy“ den schönsten Bullen in der dunkelfarbenen Kollektion und holte mit der Färse „Caitlyn von Buchenau“ den Reservesieger-Titel. Beide stammen aus eigener Zucht. Damit knüpft der Betrieb Bock an vorausgegangene Siege an.

Fast verborgen steht das Wohnhaus „Am Hühnerrain“ in Buchenau, mit herrlichem Ausblick über das Dorf und mit einem solchen zugleich auf die nebenan grasende schottische Rinderrasse. Hier lebt Johannes Bock (21), ehemals Obersbergschüler (Abitur 2012) und heute Student für Agrarwissenschaften in Göttingen.

Dessen vor vier Jahren verstorbener Vater Stephan hatte den Grundstock für die Erfolge gelegt. Johannes Bock, der sich ebenfalls für die Weiterentwicklung dieser Rinderrasse einbringt, kümmert sich an den Wochenenden und in den Semesterferien um die fünf Muttertiere plus Nachzucht und den Bullen. Unterstützt wird er aber auch von seiner Mutter Judith und dem Bruder Lukas. Sein Vater hielt einst auf den sehr hängigen 4,5 Hektar Grünland am „Mühlengrund“ zehn Mutterkühe mit Nachzucht. Eine solche Bestandsgröße heute zu halten, sei in seiner Situation als Student schwierig, erklärt Johannes Bock. Deshalb sollte die Zucht vorerst Hobby bleiben.

Mit Engagement und seinen Erfahrungen ist der 21-Jährige als Richter und Gutachter im Verband der Hessischen und der Deutschen Gallowayzüchter bundesweit aktiv. Mindestens einmal jährlich besucht er die Heimat der Galloways in Schottland, wo er auch Tiere kaufte, und er unterhält unter anderem Verbindung zu Züchtern in Australien und Neuseeland. Zum Fachsimpeln kommt es bei seinen „Heimataufenthalten“ auch stets mit den erfolgreichen Buchenauer Limousin-Fleischrinderzüchtern Stefan und Josef Kohlmann. Gegenseitig unterstützt man sich bei verschiedenen Arbeiten. Bock hat bereits intensiv Erfahrungen mit der von ihm gezüchteten Rasse Blond Galloway gesammelt. Durch die MKS/BSE-Krise wurden seiner Auskunft zufolge vor allem in England eine Menge der Tiere „dezimiert“, weshalb es nur noch wenige Züchter gebe. Seit 16 Jahren nimmt er an Schauen zwischen der Ostsee und Bayern teil und verbuchte Erfolge. Diese kommen aber nicht von ungefähr. Es sei nicht nur ein enormer Aufwand in der Zucht, sondern auch die Fahrten zu den Ausstellungen auf sich zu nehmen und die Tiere für den Vorführring entsprechend zu präparieren. Aber es mache Freude und der Lohn der Mühe sei der Erfolg, so Johannes Bock.

Von Karl-Heinz Burkhardt

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