Gemeinde investiert in neue Kleidung und Atemschutzgeräte

Erfahren und besonnen: Haunecker Feuerwehren sind gut aufgestellt

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Des Brandschutzehrenzeichens würdig: (jeweils von links, vorne) Michael Adam (in Silber), Gottfried Reinhardt, Claus Stanke und Erich Dehnhardt (jeweils in Gold), hinten: Kreisbrandmeister Udo Mohr, Bürgermeister Harald Preßmann, GBI-Stellvertreter Mario Kreissl und Gemeindebrandinspektor Stefan Rüger.

Unterhaun. Die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Hauneck sind gut aufgestellt. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der sieben Ortsteilwehren im Unterhauner Bürgerhaus deutlich, bei der Bürgermeister Harald Preßmann den 87 anwesenden Aktiven überaus herzlich für die ständige und zuverlässige Einsatzbereitschaft dankte und Unterstützung für zukünftige Aufgaben versprach.

Preßmann sprach von einer beeindruckenden Leistungsbilanz und stellte heraus, dass bei Einsätzen in Sekundenschnelle Entscheidungen getroffen werden müssen: „Das geht nur mit Können, Wissen, Erfahrung und Besonnenheit.“ Damit sich die Feuerwehrleute auch weiterhin beispielhaft engagieren können, werde die Gemeinde 2016 über das normale Haushaltsmaß hinaus Mittel für Schutzkleidung und neue Atemschutzgeräte bereitstellen, betonte der Verwaltungschef.

Mit Blick auf die Behebung der vom technischen Prüfdienst an den Feuerwehrgerätehäusern festgestellten Mängel sei ein „Abbaupfad“ erarbeitet worden. Darüber hinaus müsse noch in diesem Jahr ein Konzept für die zukünftige Aufstellung der Haunecker Wehren erarbeitet werden.

Realistische Lösung

Von drei Lösungswegen erscheine nur einer realistisch, der den Feuerwehrkameraden aus Bodes, Fischbach, Eitra und Sieglos bereits vorgestellt worden sei. Für sie und alle anderen gelte, dass niemand zu etwas gezwungen werden solle. Gleichwohl müsse, „damit uns nicht der Prüfdienst vor vollendete Tatsachen stellt“, ein Weg für nachhaltig und gut aufgestellte Einsatzabteilungen gefunden werden.

Gemeindebrandinspektor Stefan Rüger (Rotensee) stellte in seinem Rückblick auf das Einsatzjahr 2015 die leicht angestiegene Zahl der Einsätze, die Teilnahme an Lehrgängen, die Einführung des Digitalfunks, aber auch den geringfügigen Mitgliederrückgang heraus. Vor diesem Hintergrund gelte es, weiterhin Kinder und Jugendliche zu werben, zu begeistern und zu übernehmen – so wie es die aktuelle Imagekampagne auf den Punkt bringe: „Alle brauchen die Feuerwehr, die Feuerwehr braucht dich!“

Nach dem Kassenbericht von Reinhold Otter (Oberhaun) und dem Bericht des seit Anfang des Jahres amtierenden Gemeindejugendwarts Niklas Reinhard (Fischbach), der von der Versammlung einstimmig gewählt wurde, ergriff Kreisbrandmeister Udo Mohr das Wort.

Er appellierte an die Anwesenden, die Lehrgänge in Anspruch zu nehmen und die Fördervorgaben zu beachten. Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Thomas Specht rief gewohnt launig dazu auf, „pfleglich“ mit Führungskräften umzugehen: „In zwei Ortsteilen des Kreises haben wir keine Wehrführer mehr gefunden!“

Als erfreulich bezeichnete der Hönebacher dagegen die Verbandsinvestitionen in Ausbildungsmaßnahmen und die Sammelaktion für ukrainische Feuerwehren, bei der zwei 7,5-Tonner abgegeben worden seien. (red/nm)

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