Dorfentwicklung: Landrat übergibt Bewilligungsbescheide für Odensachsen und Rhina

Lob für engagierte Bürger

Geld für die Dorferneuerung: Zwei Bewilligungsbescheide des Landes übergab Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (vorne Zweiter von rechts) gestern an den stellvertretenden Ortsvorsteher Rhinas, Dietmar Rohrbach, Haunetals Erste Beigeordnete Freifrau Almuth von Campenhausen und Odensachsens Ortsvorsteher Dirk Henkel (vorne von links). Foto: Maaz

Odensachsen/Rhina. In Rhina ist die Dorferneuerung fast beendet, in Odensachsen ist man noch mitten drin. Für die Sanierung beziehungsweise den Neubau beider Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) übergab Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt gestern Bewilligungsbescheide des Landes. „Beide Dorfentwicklungsverfahren laufen mit sehr hoher Bürgerbeteiligung überaus positiv“, war der vermeintliche Wohltäter außerdem voll des Lobes.

Die Übergabe fand gestern in gemütlicher Runde im DGH Odensachsen statt, in Rhina befindet sich der Bau des neuen DGH gerade auf der Zielgeraden. „Dies ist ein besonderer Tag“, sagte die Erste Beigeordnete Almuth von Campenhausen, immerhin gehe es um die Zukunft „unserer Dörfer“, die für die Menschen attraktiv bleiben müssten. Von Campenhausen zeigte sich deshalb besonders erfreut, dass auch einige Bürger zu der kleinen Feierstunde gekommen waren. Auch sie lobte das ehrenamtliche Engagement für die Dorferneuerung.

Für die Umgestaltung der Freiflächen am neuen Rhinaer DGH übergab der Landrat einen Förderbescheid über 65 000 Euro. Der Neubau des DGH ist das letzte Projekt im Rahmen der Dorferneuerung, die seit 2006 in Rhina läuft. Der Innenausbau ist laut Planer Bernd Emmerich inzwischen zu 70 Prozent abgeschlossen. Je nach Witterung wird als nächstes die Außenfassade in Angriff genommen. Die Elektroinstallationen haben kompetente Bürger komplett in Eigenleistung erledigt. Im Sommer soll der Neubau fertig und nutzbar sein.

Insgesamt 43 geförderte Maßnahmen gab es in Rhina, davon auch 30 private mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,6 Millionen Euro. „Das zeigt, wie stark die Beteiligung auf dem Dorf ist und wie gut das Programm angenommen wird“, so Landrat Dr. Schmidt.

Für die noch anzulegende Freifläche des DGH Rhina als öffentlichem Vorhaben ist eine behindertengerechte Planung mit Rampe im Eingangsbereich erarbeitet worden.

So weit ist man in Odensachsen noch nicht, das erst seit 2008 im Dorferneuerungprogramm ist. Für das geplante neue DGH überreichte Schmidt gestern einen Förderbescheid über 23 000 Euro. „Wir hoffen, bis 2016 ein neues Haus zu haben“, erklärte Ortsvorsteher Dirk Henkel. Bislang gibt es allerdings nur erste Pläne des Architekten Elmar Wald. Wenn nach der konkreten Planung eine Baugenehmigung vorliegt, könnte es wohl frühestens Ende 2014 zu einem Abriss kommen. Ein Zugeständnis mussten die Odensachsener bereits machen: das eigentlich gut genutzte Schlachthaus muss weichen. Das neue DGH soll als zentraler Treffpunkt auch für die anderen Dörfer des unteren Haunetals dienen.

In Rhina gilt es nun, den neuen Mittelpunkt demnächst mit Leben zu füllen.

Von Nadine Maaz

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