Bürgermeisterwahl in Haunetal: Frank Neuber (SPD) fährt auch Schlepper

„Engagiere mich gerne“

Die Familie unterstützt ihn: Bürgermeisterkandidat Frank Neuber (SPD) mit seiner Lebensgefährtin Michaela sowie (von links) Yannis (14 Jahre), Rabea (19), David (11) und Jonathan (15) im Garten seines Hauses in Hermannspiegel. Foto: Maaz

Hermannspiegel. Ob als Klassensprecher, Trainer einer Jugendfußballmannschaft oder Kommunalpolitiker: „Ich habe mich schon immer gerne für die Allgemeinheit engagiert und wenn es Bedarf gibt, sage ich nicht nein“, erklärt Frank Neuber. Jetzt tritt der 47-Jährige zum zweiten Mal an, um Bürgermeister der Marktgemeinde Haunetal zu werden.

„Ich bin ein ganz normaler Haunetaler“, sagt Neuber über sich. Aufgewachsen ist er in Hermannspiegel, wo er auch immer noch lebt. Das Haus, in dem er seit zweieinhalb Jahren mit seiner Lebensgefährtin Michaela Will wohnt, hat er Ende der 90er-Jahre gemeinsam mit seinem Vater gebaut. Wenn die ganze Patchwork-Familie mit Rabea, Jonathan, Yannis und David dort zusammen kommt, wird es schon mal trubelig. Im Garten dürfen es sich zwei Kaninchen gut gehen lassen.

In die Kommunalpolitk ist Frank Neuber eingestiegen, als er 1997 in den Ortsbeirat von Hermannspiegel gewählt wurde. 2001 ließ er sich erstmals für die Gemeindevertretung aufstellen und wurde sofort Fraktionssprecher. „Die haben mein Potential wohl gleich erkannt“, sagt er grinsend. Und weiter: „Wenn ich etwas tue, dann richtig. Und ich gehe Dinge gerne strukturiert an.“ Als Perfektionisten mag er sich allerdings nicht bezeichnen, das klinge so negativ. „Ich versuche immer, meine Standpunkte möglichst sachlich zu begründen“, erklärt der 47-Jährige seine manchmal sehr langen Ausführungen in der Gemeindevertretung.

„Viele haben ein falsches Bild von ihm“, denkt seine Lebensgefährtin. „Die kennen den Frank nur als einen, der gerne Vorträge hält und denken vielleicht, er ist ein wenig abgehoben.“ Dabei sei der Hermannspiegeler eigentlich sehr bodenständig. Wenn Not am Mann ist, hilft er auch auf dem elterlichen Hof. Ob Schlepper fahren, Kühe treiben oder Holz hacken: alles kein Problem.

Karneval und Oktoberfest

Neben all den Terminen, die er als Kommunalpolitiker wahrzunehmen hat und den familiären Verpflichtungen, gibt es für Frank Neuber zwei Pflichttermine im Jahr: den Kölner Karneval und das Münchener Oktoberfest. „Ich gehe gerne mal feiern und muss nicht zum Lachen in den Keller gehen“, so Neuber. „Und er tanzt gerne, wenn auch etwas ungewöhnlich“, verrät Michaela Will augenzwinkernd.

Ansonsten interessiert sich Neuber für Fußball und fährt im Winter gerne Ski. Selbst auf dem Platz steht er nicht mehr, „aber ich versuche so oft wie möglich, bei den Jungs zuzugucken“. Die Kinder zu unterstützen ist ihm ein großes Anliegen. Überhaupt seien ihm Familie und Freunde sehr wichtig. Auch im Wahlkampf darf der gemeinsame Urlaub nicht ausfallen. „Man kann sich zu hundert Prozent auf ihn verlassen“, sagt seine Lebensgefährtin. „Der Frank hilft immer.“ Texte links

Von Nadine Maaz

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