Eitraer weihen Dorfgemeinschaftshaus ein

Kleines Dankeschön für großartigen ehrenamtlichen Einsatz: Mit Haunecker Handtüchern fürs Abwischen des Schweißes und einem Präsentkorb für Ortschronist Rainer Müller (4. von rechts) bedankt sich Bürgermeister Harald Preßmann (2. von rechts) bei Walter Bobak (von links), Siegfried Köhler, Michael Mihm, Hermann Kalb, Udo Aumann und Georg Ruppel. Der besonders aktive „Bauleiter“ Wolfgang Eißner konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht zugegen sein. Fotos: Apel

Von Wilfried Apel Eitra. Alles wie geplant. Die Kosten im Rahmen, das Wetter kaiserlich und die Stimmung im voll besetzten neuen Eitraer Dorfgemeinschaftshaus erwartungsvoll.

Grund genug für die Bodeser Dorfsänger, die Einweihung des im Rahmen der Dorferneuerung an alter Stelle neu errichteten Dorfmittelpunktes mit dem bekannten Volkslied „Mein schöner Land“ zu beginnen. Urgestein Heiner Schott begrüßt Mitbürger und Gäste und erinnert an die Arbeit im Dorferneuerungsbeirat: „Eine Sanierung des alten Gebäudes wäre zu kostspielig gewesen und deshalb hat der Dorferneuerungsbeirat die Neuerrichtung des DGH vorgeschlagen.“

Pläne und Analysen

Bürgermeister Harald Preßmann lässt einzelne Stationen der ab 2005 nur langsam vorankommenden Dorferneuerung Revue passieren: „Nach Positions- und Strategie-, Gebäude- und Infrastrukturanalyse, Bestimmung von Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken konnte 2011 mit der Errichtung des mit einem Kostenvolumen von rund 500 000 Euro veranschlagten Dorfgemeinschaftshauses gestartet werden. Knapp die Hälfte davon hat das Land beigesteuert, und für das rund 108 000 Euro teure Außengelände samt Kinderspielplatz wird es noch einmal rund 63 500 Euro zur Verfügung stellen.“

Des Weiteren lobt der Verwaltungschef das außerordentlich starke Engagement „seiner“ Eitraer: „Mit Hilfe vieler Mitbürger ist dafür gesorgt worden, dass unser großes Projekt günstiger als geplant und mit einem deutlich sichtbaren Mehr an Leistung und Ausstattung ausgeführt werden konnte!“

Ortsvorsteher Michael Mihm spricht unüberhörbar stolz von einem „Bauwerk der Neuzeit mit einem in der Region einmaligen Kinderspielplatz“ und bedankt sich bei allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Dabei hebt er das ehrenamtliche Wirken der von Wolfgang Eißner und Udo Aumann angeführten 43 Helfer hervor, die bis jetzt an 156 Tagen 3491 Arbeitsstunden geleistet haben, und natürlich auch das der weiteren Förderer und des Gemeindebauhofs. Mihm fordert die Eitraer auf, das neue Haus aktiv und kreativ zu nutzen.

Sieben besonders Fleißige

Nach der Ehrung der fleißigsten Handwerker - sieben Über-60-Jährige haben über 80 Prozent der Arbeitsstunden geleistet und sind laut Ortsvorsteher wiederholt gefragt worden, warum sie nicht auch auf der Baustelle übernachten - und der symbolischen Schlüsselübergabe, überbringt Kreisbeigeordneter Klaus Renschler die Grüße des Landkreises. Er lobt Entschlossenheit und Engagement der Bürgerschaft und beziffert den Wert des ehrenamtlichen Einsatzes auf rund 100 000 Euro.

Nach der Vorstellung der von Rainer Müller und weiteren Autoren in unendlich vielen Stunden erarbeiteten, hochinteressanten, 400 Seiten starken Ortschronik bleibt genügend Zeit für ein erstes, gemütliches Miteinander mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Getränken. Des Ortsvorstehers Fazit: „Unsere gemeinsame Arbeit hat uns zusammengeschweißt!“ ZUR CHRONIK MORGEN MEHR

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