Leitbild der Gemeinde soll allen zugänglich sein

Eiterfelder Grüne sind für Windräder

Eiterfeld. In zwei Anträgen wollen die Grünen in Eiterfeld in der kommenden Gemeindevertretersitzung das Leitbild der Marktgemeinde und die Windkraft-Pläne in Ufhausen thematisieren.

Die Grünen wollen das Leitbild auf der Homepage der Marktgemeinde veröffentlichen, das als Grundlage für zukünftige Entscheidungen und der perspektivischen Entwicklung der Marktgemeinde dienen soll. Die sei schon im Dezember 2010 in der Gemeindevertretung beschlossen worden. „Seitdem ist das Leitbild in einer Schublade verschwunden“, so der Fraktionsvorsitzende Artur Stroch. Das Leitbild soll nach seinen Worten allen Bürgern, aber auch allen Gemeindevertretern bekannt werden.

Schließlich sei Eiterfeld in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden und beginne mit der Erstellung eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK). Dafür sei die Mitarbeit von vielen Bürgern und Ortsbeiräten notwendig, die das Leitbild der Marktgemeinde kennen sollten. Nach Einschätzung der Grünen wird das bisherige Leitbild auch wesentliche Änderungen erfahren müssen.

Ein weiterer Tagespunkt in der nächsten Gemeindevertretersitzung ist die Stellungnahme zum Teilregionalplan Energie Nordhessen 2013. Dazu teilen die Grünen mit: „Wir sind für die Energiewende, und um diese zu realisieren, ist der Ausbau der Windkraft auch in unserer Gemeinde erforderlich.“ In einem dicht besiedelten Industrieland wie Deutschland gebe es kaum konfliktfreie Standorte. Jede Standortsuche sei deshalb eine Abwägung zwischen verschiedenen Schutzgütern.

Der Suchraum FD006 am Soisberg ist laut der Grünen geeignet. Den nicht mehr beachteten Suchraum FD008 zwischen Steinbach und Dittlofrod hielten die Eiterfelder Grünen sogar für noch besser geeignet. „Sollten wir eines Tages eine bessere Technik als die Windkraft finden, sind die Windräder in kürzester Zeit zurückgebaut. Den Atommüll werden wir noch tausende von Jahren lagern müssen und das Klima wird den Ausstoß von CO2 aus den Kohle- Erdöl- und Gaskraftwerken noch immer nicht verdaut haben“, so Storch. (red/nm)

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