Theater in Ufhausen: „Die unglaubliche Geschichte vom gestohlenen Stinkerkäse“

Eine Feier mit Folgen

Die Theaterspieler vor der malerischen Kulisse der „Bau- und Möbelschreinerei“: Von links Britta Dücker, Ralf Dietrich, Reiner Fink, Heike Möller, Petra Henkel, Jochen Klinzing, Heike Abel, Wolfram Fink. Foto: Desoi

Ufhausen. Jeder, der mal hinter die Kulissen schauen darf, merkt es gleich: Teamgeist und Achtung vor der langjährigen Tradition halten die Theatermacher zusammen. Mit Ausnahme weniger Kriegsjahre wird seit 121 Jahren in Ufhausen Theater gespielt. Es würde etwas fehlen in der Winterzeit, ohne die drei bis vier Aufführungen. Diesmal steht das Lustspiel „Die unglaubliche Geschichte vom gestohlenen Stinkerkäse“ von Bernd Gombold auf dem Programm.

Was da jetzt schon locker bei den Proben über die Bühne geht, bedurfte und bedarf noch viel Arbeit, Vorbereitungszeit und ehrenamtliches Engagement. Seit Sommer steht das Stück fest, seit Anfang September wird geprobt. Mitte November erkrankte der langjährige Mitspieler Wilfried Hohmann. Nun muss sich Reiner Fink flott die Rolle des Hugo Häberles aneignen. Gar nicht so einfach auf die Schnelle.

Das Luststück in drei Akten von Bernd Gombold war schon zwei Mal in die engere Auswahl gerückt. Doch dann hatten es die Theaterspieler in Großentaft sowie Kirchhasel im gleichen Jahr auf dem Programm. „Das gleiche Stück in mehreren Ortsteilen doppelt aufführen, das ist unmöglich“ so Regisseur Jochen Klinzing. Die Gombold-Stücke sind in der Gegend sehr beliebt.

Bei den Proben gibt der Regisseur Klinzing hilfreiche Tipps: „Heike, wenn Du mit der Zeitung zuschlägst, nicht von unten nach oben. Schlag von oben nach unten. Auch der Zuschauer in der letzten Reihe soll sehen, was auf der Bühne vor sich geht“. Noch hört man in der ersten Reihe die Souffleusen: Nicole Lückert und Vanessa Jost. Bis zur ersten Aufführung stehen fast täglich Proben an und die Zuschauer können sich wieder auf lustige Theaterabende freuen.

Mit Liebe zum Detail

Zum Inhalt des Stücks: Es muss wohl hoch hergegangen sein, wenn selbst der Dorfpolizist Siegmund keinerlei Erinnerungen an den Ablauf der gestrigen Weihnachtsfeier des Musikvereins hat. Genauso ergeht es Schreiner Sepp und seinem Sohn Frank. Die Frauen kennen ihre Männer inzwischen in- und auswendig. Sie ahnen, dass diese mal wieder zu viel „gebechert“ haben. Evi hat die Männer nach der Weihnachtsfeier genau beobachtet. „Auf allen Vieren sind sie nach Hause gekrochen.“ Doch diesmal verpasst ihnen Evi eine Lektion, die sie so schnell nicht vergessen werden. Oder ist hier doch Hopfen und Malz verloren?

Eine wunderschöne Bühnendeko gibt das Flair einer alten Schreinerwerkstatt wieder. Der Betrachter spürt sofort die Liebe zum Detail des Ausstatters. (chd) Aufführungen sind am 22./23./30. November sowie am 1. Dezember. Beginn jeweils 19:30 Uhr im Kolpinghaus Ufhausen. Karten mit Platzreservierungen gibt es im Nahkauf Klinzing in Ufhausen oder telefonisch unter: 06676/389.

Kommentare