Haunetaler Bürgermeisterkandidaten präsentierten sich ihren Wählern

HZ-Wahlforum: Kandidaten oft nah beieinander

Beim HZ-Wahlforum im Bürgerhaus Rustikana in Neukirchen stellten sich die Haunetaler Bürgermeisterkandidaten den Fragen von HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff (Dritter von links). Von links im Bild Andreas Kimpel (CDU), Frank Neuber (SPD) und Gerd Lang (parteilos). Fotos: Thomas Landsiedel

Haunetal. Wer wird neuer Bürgermeister in Haunetal und wie möchte dieser „seine“ Gemeinde auf Vordermann bringen? Nach den Querelen der Vergangenheit und der monatelangen Vakanz auf dem Chefsessel nach dem Ausscheiden des erkrankten Stefan Euler war das Interesse der Bürger an der Zukunft der Marktgemeinde offenbar war groß. Gut 300 Gäste hatten sich am Dienstagabend beim Wahlforum der HZ im Bürgerhaus Rustikana in Neukirchen eingefunden, um die Kandidaten Andreas Kimpel (CDU), Frank Neuber (SPD) und Gerd Land (parteilos) auf den Prüfstand zu stellen.

Gut 300 Gäste hatten sich am Dienstagabend beim Wahlforum der HZ im Bürgerhaus Rustikana in Neukirchen eingefunden, um die Kandidaten Andreas Kimpel (CDU), Frank Neuber (SPD) und Gerd Land (parteilos) auf den Prüfstand zu stellen. Und mancher Besucher schrieb gleich mit, was die Kandidaten auf die Fragen von Moderator Kai A. Struthoff von sich gaben.

Sachliche Diskussion

Dabei lagen die Kandidaten bei ihren Zielen und Vorstellungen häufig nah beieinander. Die Diskussion verlief weitgehend sachlich. Hitzige Debatten, wie es sie Haunetal in der Vergangenheit oft gab, erlebten die Besucher nicht.

„Ich habe den Mut, Haunetal fit für die Zukunft zu machen“, betonte CDU-Kandidat Andreas Kimpel, der sich heimatverbunden gab, in der Vorstellungsrunde zu Beginn der Veranstaltung die Bedeutung einer fortschrittlichen Entwicklung in Haunetal.

Gerd Lang, der in den vergangenen Wochen den Eindruck gewonnen habe, dass die Haunetaler keineswegs politikverdrossen seien, bekam den ersten Applaus für seinen Wunsch, vom Parteigezänk wegzukommen. Sein „plötzliches“ Engagement in der Kommunalpolitik erklärte er damit, dass es nun höchste Zeit sei, „etwas zu reißen“.

Frank Neuber gab sich überrascht, nach drei Jahren schon „wieder hier zu stehen“. Nun gelte es, die verlorene Zeit aufzuholen und gemeinsam in eine Richtung zu rudern. „Ich möchte ein Bürgermeister für alle sein“, so Neuber.

Videobericht

Ein großes Thema waren natürlich die Finanzen der Marktgemeinde, deren defizitärer Haushalt und die eigentlich missbräuchlich genutzten Kassenkredite. Um das Defizit auszugleichen, müssten die Einnahmen erhöht und die Ausgaben gesenkt werden, erläuterte Neuber grundsätzlich. Dass es ohne Mehrbelastungen für die Bürger nicht gehe, „gestand“ sein Konkurrent Kimpel, und selbst das sei nicht ausreichend. Über kurz oder lang müsse man sich etwa fragen, ob wirklich noch alle DGHs benötigt werden. Beim Sparen dürfe es keine generellen Tabus geben. Lang will sich zunächst einen exkaten Überblick über die finanzielle Situation verschaffen und analysieren, was eigentlich mit den eingenommenen Gebühren der Vergangenheit passiert sei.

Unterschiedliche Ansichten hatten die Kandidaten zum Gewerbegebiet Neukirchen. Während Lang ein schlüssiges Gesamtkonzept vermisste und auf besser angebundene Flächen in Niederaula verwies, sah Kimpel die Sache positiver und nannte als Beispiel das gut ausgelastete Gewerbegebiet in Eiterfeld, das ebenfalls keine direkte Autobahnanbindung habe. Als Bürgermeister wolle er Klinken putzen. Für Neuber ist es wichtig, überhaupt Gewerbeflächen anbieten zu können, um wieder mehr Menschen in die Dörfer zu holen. Als Firmenkundenbetreuer bei der Sparkasse wolle er seine Kontakte nutzen. (nm)

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