Dorferneuerung in Rhina fast abgeschlossen – Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht

Dorfmittelpunkt für alle

Packten mit an: Ortsvorsteher Bernd Will (links) und Kurt Bolender pflanzten einen Baum vor dem neu renovierten DGH in Rhina. Foto: Nicole Wagner

Rhina. In diesem Jahr feiert das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Rhina ein besonderes Jubiläum, das gleichzeitig einen neuen Abschnitt in seiner Geschichte einläutet. Seit fünfzig Jahren feiern die Rhinaer hier Feste und nutzen das Haus als Treffpunkt. Als größtes Projekt der seit 2006 andauernden Dorferneuerung wurde es komplett saniert und verfügt nun neben einem Dorftreff auch über einen Jugendraum. Am vergangenen Samstag wurde das Gebäude im Rahmen einer Einweihungsfeier mit anschließender Baumpflanzung festlich eröffnet.

Streit um Baukonzept

„Wir waren bereits an einem Punkt, wo es eigentlich nicht mehr weiter ging“, erzählte Kurt Bolender, Mitglied des Arbeitskreises Dorferneuerung. Die Sanierungspläne für das in die Jahre gekommene Gebäude hatten zeitweise zu einem handfesten Streit zwischen den zuständigen Gremien geführt, der den Rücktritt des gesamten Vorstandes des Arbeitskreises zur Folge hatte.

Das ursprüngliche Baukonzept hatte eine Unterbringung der örtlichen Feuerwehr vorgesehen und hätte Kosten in Höhe von rund einer Million Euro verursacht. Die Gremien konnten sich letztlich auf ein neues Konzept einigen, das zwei getrennte Bauvorhaben beinhaltet. Das neue Feuerwehrgebäude befindet sich derzeit im Beginn der Bauphase.

Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses ist die letzte öffentliche Maßnahme, die im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt wurde. Bereits zuvor war die Brücke über den Rhinabach erneuert, der Kirchplatz durch einen Parkplatz und einen Spielplatz aufgewertet, und ein Mehrzweckplatz in der Wehrdaer Straße eingerichtet worden, der sowohl als Fest- als auch als Bolzplatz genutzt wird. „An allen Maßnahmen waren rund 50 Bürger, darunter auch Kinder, beteiligt.“ Kurt Bolender lobte besonders den Einsatz der Rhinaer, die in gut 1100 Stunden auch die gesamten Elektroarbeiten im neuen DGH erledigt haben. „Ein Dank geht auch an meine Frau, mit der ich heute 46 Jahre verheiratet bin“, fuhr er fort. „Sie brachte viel Verständnis auf, als mein zweiter Wohnsitz das DGH war.“

Häufige Nutzung

„Nach 15-monatiger Bauzeit sollte einer häufigen Nutzung nichts im Wege stehen“, äußerte Ortsvorsteher Bernd Will, der sich außerdem bei allen Helfern bedankte. „Insbesondere danke ich Kurt Bolender. Er hat mit Abstand die meisten Stunden gearbeitet.“ In einem weiteren Grußwort wünschte die erste Beigeordnete Almuth von Campenhausen den Bürgern „viel Freude daran, das DGH zu nutzen“ und fasste dessen Bedeutung mit einem Zitat aus „1001 Nacht“ zusammen: „Das schönste Haus ist das, welches für jedermann offen steht.“

Talent am Klavier

Musikalisch umrahmt wurden die zahlreichen Grußworte von Erik Rohrbach, der sein Talent am Klavier unter Beweis stellte. Für Speisen und Getränke sorgten die örtlichen Kirmesburschen und -mädchen. Am Abend folgte zudem eine Einweihungsparty mit den DJ’s Timo und Lars.

Von Nicole Wagner

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